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03.10.2026
16:43 Uhr
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Wegen der Wohnungsnot im Land ist es zu weitreichenden Protesten in spanischen Städten gekommen. In Valencia soll die Polizei Gewalt gegen Demonstranten ausgeübt haben.

In Spanien sind Zehntausende Menschen wegen der Wohnungsnot im Land auf die Straße gegangen. Sie forderten ein Recht auf menschenwürdigen Wohnraum sowie einen besseren Schutz für Mieter. In der Hauptstadt Madrid beteiligten sich nach Regierungsangaben rund 70.000 Demonstranten. Während die Kundgebungen in 50 spanischen Städten überwiegend friedlich verliefen, kam es laut Berichten des spanischen Rundfunks RTVE zu Ausschreitungen in Valencia. Dort setzte die Polizei demnach Gummigeschosse und Tränengas ein, um die Menge aufzulösen. Gescheitertes Gesetz Auslöser der Proteste war das Scheitern eines Gesetzpakets zur Linderung der Wohnungskrise . Die Maßnahmen wurden am Freitag von der Opposition blockiert. Die Regierung hatte den Entwurf als Reaktion auf die öffentliche Empörung über die Zwangsräumung einer 87-jährigen Frau in Madrid sowie weitere Probleme auf dem Wohnungsmarkt ausgearbeitet. Einige Teilnehmer der Demonstrationen forderten auf Plakaten einen Generalstreik. Spanische Medien berichteten von weitreichenden Folgen für Ministerpräsident Pedro Sánchez. Demnach stehe die Ansetzung von Neuwahlen im Raum. Das Büro des spanischen Ministerpräsidenten lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab.