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18.08.2026
09:58 Uhr
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Der Wohnungsbau in Deutschland ist so stark gewachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Bundesbauministerin Verena Hubertz will mehr Anreize für bezahlbares Wohnen.

In Deutschland werden wieder mehr Wohnungen gebaut. Fast 130.000 neue Wohnungen genehmigten die Behörden im ersten Halbjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind rund 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Es handele sich um den stärksten Anstieg seit 2016. Vor allem Zweifamilienhäuser liegen der Statistik zufolge im Trend (plus 27 Prozent). Eine Zunahme beobachteten die Statistiker auch beim Bau von Mehrfamilienhäusern; insgesamt genehmigten die Bauämter 67.000 neue Wohnungen (plus 17 Prozent). Dabei entfiel zumindest im Juni eine große Mehrheit auf Neubauten. Nur etwa jede fünfte Wohnung soll durch einen Umbau entstehen. Hubertz: »Kommen von einem niedrigen Niveau« Die Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht darin einen Erfolg der Regierungspolitik, insbesondere von laufenden Förderprogrammen und dem sogenannten Bauturbo. Unter diesem Namen hatte die Bundesregierung eine vorübergehende Änderung des Baugesetzbuches beschlossen, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Kritiker warnen hingegen vor einer Zersiedelung von Gemeinden . Mit Blick auf die gestiegenen Genehmigungen räumte Hubertz ein: »Wir kommen von einem niedrigen Niveau, und wir sind noch längst nicht dort, wo dieses Land beim Wohnungsbau stehen muss.« Die Bundesregierung müsse nun unter anderem in den sozialen Wohnungsbau investieren und eine Wohnungsbaugesellschaft für mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Wohnungsbau seit Jahren in der Krise Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ist seit 2022 rückläufig . Im vergangenen Jahr wurden rund 207.000 Wohnungen gebaut, unterschritten worden war diese Marke zuletzt im Jahr 2012. In den Jahren zuvor war die Zahl neuer Wohnungen von ihrem Tiefstand im Jahr 2009 mit 159.000 Wohnungen auf den Höchstwert von 306.000 im Jahr 2020 gestiegen.