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10.08.2026
11:59 Uhr
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Das AKW Paks in Ungarn wurde zuletzt wegen des Donau-Niedrigwassers heruntergefahren. Weil die Pegelstände gerade leicht steigen, soll die Stromproduktion wieder starten.

Ungarn hat nach dem außergewöhnlich niedrigen Donaupegel die Stromproduktion in seinem einzigen Atomkraftwerk wieder aufgenommen. Wegen des ansteigenden Donaupegels sei damit begonnen worden, eine der Turbinen des Kraftwerks Paks in Betrieb zu nehmen, sagte Ministerpräsident Péter Magyar. Das Kraftwerk solle bald wieder Strom erzeugen. Derzeit läuft es nur mit etwa zehn Prozent seiner Kapazität . Das Kraftwerk russischer Bauart produziert normalerweise knapp die Hälfte des ungarischen Stroms . Wegen des historischen Niedrigwassers der Donau wurde die Leistung Paks zuletzt heruntergefahren. Zum Betrieb ist das Kraftwerk auf Kühlwasser aus dem Fluss angewiesen. Nach Regenfällen im Nachbarland Österreich in der vergangenen Woche war mit vorübergehend steigenden Wasserpegeln gerechnet worden. Rumänien leitet Strömung der Donau um Der ungarische Ministerpräsident Magyar hatte zuletzt davor gewarnt, dass das AKW wochenlang stillstehen könnte. In diesem Zusammenhang hatte er die Bevölkerung auf eine kritische Lage bei der Energieversorgung eingestimmt. Magyar rief Unternehmen, Kommunen und Haushalte dazu auf, ihren Stromverbrauch in den abendlichen Spitzenzeiten zu reduzieren. Die Energiekrise dürfte die ungarische Wirtschaft, die bereits stagniert, weiter belasten. Neben Ungarn trifft auch Rumänien aktuell das Niedrigwasser der Donau. Die dortige Regierung rief für den gesamten August einen Energie-Notstand aus . Um das einzige noch laufende Atomkraftwerk weiter betreiben zu können, leitete Rumänien die Strömung in einem Donau-Abschnitt um. Dafür wurden laut dem Energieministerium Felsbrocken gesprengt, das Flussbett ausgebaggert und vier mit Steinen gefüllte Lastkähne versenkt, um einen Deich zu errichten. Dadurch sei der Wasserstand rund um den Reaktor um vier Zentimeter gestiegen. Auf Basis aktueller Prognosen reiche dies aus, um den Betrieb für mindestens neun Tage aufrechtzuerhalten. Weite Teile Europas sind aktuell von anhaltender Hitze und Dürre betroffen , was die Pegelstände der Flüsse sinken lässt, die Binnenschifffahrt einschränkt und die Stromerzeugung gefährdet. Durch den Klimawandel werden Extremwetterereignisse wie Dürren häufiger und extremer.