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05.08.2026
15:17 Uhr
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An der Bundesgeschäftsstelle der CDU in Berlin-Tiergarten prangt jetzt ein überdimensionales Wahlplakat. Darauf blickt Stefan Evers, CDU-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl am 20. September, auf Passanten und vorbeifahrende Autos. Seine Botschaft: «Ich bin konservativ. Und das ist auch gut so.» Evers bedient sich dabei sprachlich bei der Konkurrenz von der SPD. Deren späterer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hatte vor 25 Jahren auf einem Parteitag erklärt: «Ich bin schwul, und das ist auch gut so.» Es war damals das erste Mal, dass ein deutscher Spitzenpolitiker offen seine Homosexualität aussprach. Wowereit reagierte gelassen auf die Übernahme seines berühmten Satzes. «Dass Stefan Evers konservativ ist, das wissen wir», sagte er dem «Tagesspiegel». «Ob das auch gut ist, sei dahingestellt.» Evers sprang als Kandidat ein Derzeit regiert in Berlin eine Koalition aus CDU und SPD. Finanz- und Kultursenator Evers ist erst seit kurzem Spitzenkandidat der CDU. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) war vor etwa einem Monat als Spitzenkandidat zurückgetreten. Grund waren Debatten und immer neue Enthüllungen über seine falschen Angaben zum Krisenmanagement während eines großen Stromausfalls im Januar. In letzten Umfragen lagen CDU, Linke, AfD und Grüne in unterschiedlicher Reihenfolge vergleichsweise eng beieinander. Die SPD rangierte mit deutlichem Rückstand auf Platz fünf. © dpa-infocom, dpa:260805-930-487300/2