Zeit 11.08.2026
12:05 Uhr

Thüringen: Mario Voigt scheitert mit Einspruch gegen Entzug des Doktortitels


Die TU Chemnitz hat den Einspruch von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt gegen die Aberkennung seines Doktorgrades abgelehnt. Voigt will gegen den Beschluss klagen.

Thüringen: Mario Voigt scheitert mit Einspruch gegen Entzug des Doktortitels
Die Technische Universität Chemnitz bleibt bei ihrer Entscheidung, Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt den Doktortitel zu entziehen. Ein Widerspruch des CDU-Politikers gegen die Aberkennung sei vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz zurückgewiesen worden, teilte ein Sprecher der Universität auf Anfrage mit. Ein Anwalt Voigts teilte mit, dass die Entscheidung der TU Chemnitz nicht überraschend sei. »Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben«, sagte er. »Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit.« Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein »externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat«, sagte sein Anwalt weiter. Voigt wird vorgeworfen, in seiner Dissertation unsauber gearbeitet zu haben. Die ersten Plagiatsvorwürfe waren kurz vor der Landtagswahl 2024 aufgekommen. Diesen Mai legte der Plagiatsprüfer Stefan Weber im Auftrag der Thüringer AfD ein weiteres Gutachten mit neuen Plagiatsvorwürfen vor. Die Partei setzt Voigt wegen der Vorwürfe immer wieder politisch unter Druck. Anfang Februar stellte sie ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den Ministerpräsidenten, scheiterte jedoch . Im Januar 2026 wurde bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung entschieden hatte, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Schon damals kündigte Voigt an, sich gegen diese Entscheidung zu wehren und notfalls vor Gericht zu ziehen .