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09.10.2026
09:42 Uhr
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Thorsten Frei räumt Nervosität in der CDU ein, warnt aber von einem Aufschnüren der geplanten Reformen. »Wir haben unseren Kurs, und den müssen wir konsequent fahren.«

Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat einger\u00e4umt, dass sich die CDU in einer schwierigen Lage befindet. Zugleich sieht der CDU-Politiker aber keine Alternative zum bislang eingeschlagenen Reformkurs. Die Herausforderungen und Rahmenbedingungen seien schwierig wie selten, sagte der CDU-Politiker im ARD- Morgenmagazin . CDU wie auch SPD seien durch schlechte Wahlergebnisse und Umfragen \u00bbin einem sehr schwierigen Zustand\u00ab. Mit Blick auf die schlechten Umfragewerte sagte Frei: \u00bbNat\u00fcrlich f\u00fchrt das auch dazu, dass man vielleicht etwas nerv\u00f6ser auf die Dinge schaut.\u00ab Trotzdem d\u00fcrfe man sich davon nicht beirren lassen. \u00bbWir haben unseren Kurs, und den m\u00fcssen wir konsequent fahren.\u00ab Deutschland befinde sich noch nicht in einer Phase eines selbsttragenden wirtschaftlichen Wachstums, unabh\u00e4ngig von den enormen staatlichen Investitionen. \u00bbDeshalb muss der Reformkurs weitergehen.\u00ab Das Land brauche stabiles Wachstum, damit der Staat seine Aufgaben bew\u00e4ltigen k\u00f6nne. Frei steht \u00bbuneingeschr\u00e4nkt\u00ab hinter dem Kanzler Die Gesamtpartei m\u00fcsse sich in der ganzen Breite auf eine einheitliche \u00bbMarschrichtung\u00ab verst\u00e4ndigen, sagte Frei. Entscheidend sei, angek\u00fcndigte Reformen auch konsequent umzusetzen. Man d\u00fcrfe keine Ma\u00dfnahmen verk\u00fcnden und dann wieder auseinandernehmen. \u00bbDas ist nicht \u00fcberzeugend, das ist nicht souver\u00e4n\u00ab, sagte Frei. Auf die Frage, ob das CDU-Pr\u00e4sidium uneingeschr\u00e4nkt hinter Bundeskanzler und Parteichef Friedrich Merz stehe , sagte Frei, f\u00fcr seinen Teil gelte dies uneingeschr\u00e4nkt. Das CDU-Pr\u00e4sidium will sich am Sonntag und Montag mit den schlechten Ergebnissen bei den zur\u00fcckliegenden Landtagswahlen befassen. Die CDU hatte bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin deutlich an Zustimmung verloren. Besonders dramatisch war das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern: Dort erreichte die Partei nur 4,9 Prozent der Stimmen und scheiterte damit erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde. Auch in Berlin musste die CDU erhebliche Verluste hinnehmen. Sie kam auf nur 18,8 Prozent, und die bisherige CDU-SPD-Koalition in Berlin verlor dadurch ihre Mehrheit.