|
09.10.2026
05:00 Uhr
|

Vom historischen Ger\u00e4t bis zum Minihandy - im Telefonmuseum in Jena werden Tausende Exponate rund um die Geschichte der Telekommunikation gezeigt. Betrieben wird das Museum vom Verein Telefon- und Kommunikation Jena - die Ausstellung wird normalerweise nur auf Anfrage f\u00fcr F\u00fchrungen ge\u00f6ffnet. Am Samstag findet jedoch ein Tag der offenen T\u00fcr statt. \u00abIn diesem Jahr ist 150 Jahre Telefonpatent - und das haben wir zum Anlass genommen, das Museum mal einen ganzen Tag zu \u00f6ffnen\u00bb, sagte Bastian Ebert, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Historischer Wettstreit um das Patent Um die Erfindung des Telefons gab es gar ein richtiges Rennen: Alexander Graham Bell hatte den Patentantrag f\u00fcr das Telefon vor 150 Jahren am 14. Februar 1876 \u00fcber seinen Anwalt beim US-Patentamt in Washington D.C. eingereicht. Nur wenige Stunden sp\u00e4ter soll sein Konkurrent Elisha Gray \u00fcber einen Vertreter eine vorl\u00e4ufige Patentanmeldung f\u00fcr ein \u00e4hnliches Konzept eingereicht haben. Im Wettstreit um den Titel \u00abVater des Telefons\u00bb blieb auch der deutsche Erfinder Johann Philipp Reis auf der Strecke, der vor allem in seiner hessischen Heimat als Telefonerfinder gilt. Da es bereits Anfang des Jahres eine \u00abLange Nacht der Museen\u00bb in Jena gab, entschied sich der Verein laut Ebert, anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums gegen Ende des Jahres die T\u00fcren f\u00fcr alle Technikbegeisterten und Geschichtsinteressierte zu \u00f6ffnen. Der Eintritt ist den Angaben nach generell kostenfrei. \u00abWir freuen uns nat\u00fcrlich immer \u00fcber Spenden\u00bb, so Ebert. Ge\u00f6ffnet ist das Museum am Samstag von 10 bis 18 Uhr, Vorabanmeldungen sind nicht notwendig. Technikgeschichte zum Anfassen Zu sehen und ausprobieren gibt es dort eine ganze Menge - die Rede ist von mehreren Tausend Exponaten. \u00abWir haben eine relativ gro\u00dfe Ausstellung an Ger\u00e4ten aus den letzten 150 Jahren\u00bb, so Ebert. Von den ersten Holzger\u00e4ten aus dem Kaiserreich \u00fcber Telefone aus den Kriegsjahren bis hin zu modernen Handys sei alles dabei. Bei Besuchern besonders beliebt ist Ebert zufolge etwa das \u00abkleinste Handy der Welt\u00bb. Dieses sei nur rund vier Zentimeter gro\u00df und trotzdem ein voll funktionierendes Mobiltelefon. Auch ein Klappenschrank geh\u00f6rt zur Ausstellung. Dort k\u00f6nne man zeigen, wie das \u00abFr\u00e4ulein vom Amt\u00bb die Menschen verbunden hat. Urspr\u00fcnglich handelte es sich um eine private Sammlung, die teils mobil ausgestellt wurde. Inzwischen k\u00fcmmert sich der Verein darum. Seit 2020 befindet sich das Museum an seinem jetzigen Standort in Jena. \u00a9 dpa-infocom, dpa:261009-930-812554/1