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06.10.2026
13:55 Uhr
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Ein mit Ebola infizierter Mann ist aus der DR Kongo nach Kenia gereist. Dort starb er in einem Krankenhaus. Die Behörden versuchen, alle Kontaktpersonen zu ermitteln.

Im ostafrikanischen Kenia ist der erste Fall einer Ebola-Infektion bestätigt worden. Gesundheitsstaatssekretär Aden Duale teilte in einer Fernsehansprache mit, der Patient sei am Montagabend in Nairobi an dem hochansteckenden Bundibugyo-Virus gestorben. Demnach war der Mann, der seit sieben Jahren in der Demokratischen Republik Kongo gelebt und gearbeitet hatte, vor etwa einem Monat erkrankt. Auf dem Landweg sei er ins benachbarte Uganda gereist, von wo aus er am Samstag einen Flug nach Kenia genommen habe. Seine Angehörigen brachten ihn nach seiner Ankunft direkt in ein Krankenhaus in Nairobi, wo er starb. Der Patient litt den Angaben zufolge unter Fieber, Schüttelfrost, starker Erschöpfung, Muskelschmerzen und Blutungen unter der Haut. 28 Kontaktpersonen sind bisher bekannt Kenias Gesundheitsbehörden haben nach eigenen Angaben bislang 28 Kontaktpersonen identifiziert, darunter Angehörige des Verstorbenen und medizinisches Personal, das ihn behandelt hatte. Zudem suchen die Behörden nach den 23 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern des Fluges. Auch Uganda könnte aufgrund der Durchreise des Erkrankten erneut betroffen sein. Erst Ende August hatte sich das ostafrikanische Land für Ebola-frei erklärt . Das Bundibugyo-Virus, das seit Monaten in der Demokratischen Republik Kongo grassiert , ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase leicht eine Verwechslung etwa mit einer Malaria-Erkrankung möglich. Ein Drittel der Toten in der DR Kongo sind Kinder Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef haben seit dem Ausbruch im Mai mehr als 1.900 Kinder in der Demokratischen Republik Kongo mindestens ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson verloren oder wurden von ihnen getrennt. Bis Ende September seien mindestens 1.581 Kinder in der Region Ituri und 322 in der Region Nord-Kivu im Nordosten des Landes betroffen gewesen, teilte Unicef mit. Die tatsächliche Zahl liege wahrscheinlich noch höher, weil nicht in allen Gebieten mit den örtlichen Behörden kooperiert werde. Kinder, die auf der Straße leben oder arbeiten, sind laut Unicef besonders von Ebola bedroht. Ohne Betreuungspersonen sei ihr Ansteckungsrisiko erhöht. Erkrankten sie, erhielten sie möglicherweise keine medizinische Versorgung. Laut einer Analyse von Daten des kongolesischen Gesundheitsministeriums seien bis zum 29. September mindestens 2.076 Kinder an Ebola erkrankt, mindestens 1.162 von ihnen seien gestorben. Damit seien mehr als ein Viertel aller 8.224 bestätigten Fälle Kinder, an den insgesamt 3.982 Todesfällen betrage ihr Anteil sogar ein Drittel. Besonders gefährdet seien jüngere Kinder: Sieben von zehn infizierten Kindern unter fünf Jahren seien an Ebola gestorben.