Zeit 19.03.2026
01:05 Uhr

Oscarpreisträger: Kevin Spacey einigt sich außergerichtlich nach Missbrauchsvorwürfen


Drei Männer hatten in London wegen sexueller Übergriffe Zivilklage gegen Kevin Spacey eingereicht. Der US-Schauspieler entgeht nach einer Einigung einem Prozess.

Oscarpreisträger: Kevin Spacey einigt sich außergerichtlich nach Missbrauchsvorwürfen
Oscarpreisträger Kevin Spacey hat durch außergerichtliche Einigungen einen Zivilprozess wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe in Großbritannien abgewendet. Spacey habe sich außergerichtlich mit drei Männern geeinigt, berichtete die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Richteranordnung zur Einstellung des Verfahrens. "Im gegenseitigen Einvernehmen werden alle weiteren Verfahren gegen den Beklagten in diesen Angelegenheiten ausgesetzt", hieß es darin. Details zu den Vereinbarungen wurden nicht genannt. Ursprünglich hätte in den drei Fällen im Oktober der Prozess gegen Spacey beginnen sollen. Der Hollywoodstar war 2023 in einem von vier Männern angestrengten Strafprozess in London vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen worden . Zwei von ihnen reichten danach aber eine Zivilklage gegen ihn ein. Hinzu kam der britische Schauspieler Ruari Cannon, der dem Oscarpreisträger ebenfalls sexuelle Übergriffe vorwarf. Es ging um mutmaßliche Taten zwischen 2004 und 2015, als Spacey künstlerischer Leiter am Londoner Theater Old Vic war. Der 66-Jährige hat stets seine Unschuld beteuert. Spacey war mit Filmen wie Die üblichen Verdächtigen und American Beauty bekannt geworden, für die er mit einem Oscar als bester Neben- und bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Der Hollywoodstar, der auch in der Serie House of Cards die Hauptrolle spielte, zählt zu einer Reihe von Stars, darunter Bill Cosby und R. Kelly, die sich im Zuge der #MeToo-Bewegung gegen sexualisierte Gewalt vor Gericht verantworten mussten.