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11.08.2026
08:54 Uhr
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Wegen des niedrigen Pegels im Rhein können Benzin und Diesel nicht mehr wie gewohnt transportiert werden. Das führt teils zu höheren Spritpreisen – vor allem im Westen.

Das extreme Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teilweise regional teurer. »Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend «, sagte der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Dies sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise. Denn der deutsche Markt werde nicht nur über den Rhein, sondern über ein Netzwerk aus Seehäfen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr versorgt. »Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen«, sagte er. Diese Einschätzung deckt sich mit der auf dem Spritpreisportal Tankerkönig einsehbaren regionalen Spritpreisverteilung. NRW, Hessen und Bremen am teuersten Die teuersten Bundesländer für Benzin sind – zum Stand Dienstagmorgen – Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Vergleicht man die Preise für Diesel, liegen NRW und Hessen auf Platz zwei. Auch auf Landkreisebene fällt auf, dass die höchsten Spritpreise in der westlichen Hälfte Deutschlands zu finden sind, insbesondere für Benzin. Dagegen tanken die Menschen in Bayern am günstigsten, vor allem in der südlichen Hälfte des Bundeslandes. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern betragen dabei einige Cent pro Liter. Etwa beträgt die Differenz im Preis von Benzin zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen rund sieben Cent. Beim Dieselpreis sind es sogar rund acht Cent. Tiefe Pegelstände schränken Logistik ein Hintergrund ist, dass der Rhein auch für Öl, Benzin und Diesel als Transportweg genutzt wird. In großen Tankschiffen kann der Sprit in der Regel deutlich günstiger transportiert werden als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des ADAC-Experten Laberer steigen durch das aktuelle Niedrigwasser »die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an , die Versorgung ist nach Angaben der Branche bislang jedoch weiterhin gesichert«. Grund für die tiefen Pegelstände am Rhein und an anderen Flüssen sind ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen . Aktuell sind mehrere Regionen in Europa von Dürren und Hitzewellen betroffen . Der Klimawandel macht Extremwetterereignisse wie diese intensiver und häufiger.