Zeit 18.03.2026
13:39 Uhr

Norwegen: Staatsanwaltschaft fordert über sieben Jahre Haft für Høiby


Für Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin, hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe gefordert. Ihm werden Vergewaltigung und Gewalt vorgeworfen.

Norwegen: Staatsanwaltschaft fordert über sieben Jahre Haft für Høiby
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby , den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin, hat die Staatsanwaltschaft in Oslo sieben Jahre und sieben Monate Haft für Høiby gefordert. Die Zeit, die er bereits in der Untersuchungshaft verbracht hat, soll von der Haftstrafe abgezogen werden. Dabei handelt es sich nach Aussage der Staatsanwaltschaft um bislang 63 Tage. Außerdem verlangte die Anklage zum Schluss ihres Plädoyers ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin. Anklage wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt Mette-Marits Sohn ist unter anderem in vier Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht angeklagt. In drei Fällen soll er Frauen im Genitalbereich berührt haben. In einem Fall soll es zur Penetration mit dem Penis gekommen sein. Während der mutmaßlichen Taten sollen die Frauen geschlafen beziehungsweise einen Blackout gehabt haben. Høiby soll sie dabei gefilmt haben. Verantworten muss sich der 29-Jährige auch wegen zahlreicher Fälle häuslicher Gewalt gegen zwei Ex-Freundinnen . Neben den Sexual- und Gewalttaten werden dem Sohn der Kronprinzessin einige weniger schwere Vergehen vorgeworfen. Er soll etwa zu schnell gefahren sein und Polizisten den Mittelfinger gezeigt haben. Für einen Dealer soll er mindestens 3,5 Kilo Marihuana transportiert haben. Während er einige der Taten zugibt, bestreitet Høiby unter anderem die Vergewaltigungen . Staatsanwalt Sturla Henriksbø forderte, Høiby in 39 von 40 Anklagepunkten zu verurteilen. Druck des öffentlichen Lebens Høiby hatte während der vergangenen Wochen immer wieder darüber gesprochen, wie sehr es ihn seit seiner frühen Kindheit belastet habe, unfreiwillig in der Öffentlichkeit zu stehen. Høiby war noch ein Kleinkind, als seine Mutter den norwegischen Kronprinzen Haakon heiratete. Mehrfach klagte Høiby die Presse dafür an, ihn verfolgt und bloßgestellt zu haben. Das Kronprinzenpaar Norwegens sowie Høibys Halbgeschwister, Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, blieben der Verhandlung fern.