Zeit 12.08.2026
19:15 Uhr

Niedrigwasser in Flüssen: Sand statt Wasser: Pegelstand in Wittenberge sehr niedrig


Niedrigwasser in Flüssen: Sand statt Wasser: Pegelstand in Wittenberge sehr niedrig
Der Wasserstand der Elbe am Pegel Wittenberge in der Prignitz ist weiterhin sehr niedrig - einen historischen Tiefstand hat er jedoch nicht erreicht. Am Nachmittag wurden laut Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes 72 Zentimeter gemessen. Der bekannte niedrigste Wert am Pegel Wittenberge im Nordwesten Brandenburgs lag im Jahr September 1947 bei 45 Zentimetern. Am Ufer der Elbe in Wittenberge waren am Vormittag Steine, Sand und getrockneter Schlamm zu sehen. Niedrige Wasserstände gibt es derzeit in mehreren Flüssen, unter anderem auch im Rhein und in der Donau. Die Schifffahrt ist eingeschränkt. Die niedrigen Wasserstände hätten weitreichende Auswirkungen auf den Grundwasserstand der gesamten Elbniederung und auch auf das Abflussverhalten der Karthane, hieß es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung der Prignitz. «Seit geraumer Zeit fließt hier kein Tropfen mehr über das Schöpfwerk Richtung Elbe ab.» Auch die Wasserstände in der stauregulierten Löcknitz lägen zwischen 10 und 20 Zentimeter unter dem Sommerstauziel. Der landschaftsnotwendige Mindestabfluss (LNA) in der Stepenitz und der Löcknitz sei derzeit aber noch gesichert, so die Kreisverwaltung. Der LNA stellt sicher, dass Pflanzen, Fische und Kleinstlebewesen nicht durch Trockenheit oder künstliche Wasserentnahmen geschädigt werden. Es gehe jetzt auch darum, einen steten Mindestabfluss zu sichern, um eine gute Wasserqualität und somit das Leben in den Gewässern aufrechtzuerhalten, hieß es. «Dies ist nur zu Lasten des Stauwasserstandes möglich.» © dpa-infocom, dpa:260812-930-519170/2