Zeit 16.08.2026
22:26 Uhr

Leichtathletik-EM: Hindernisläufer Ruppert gewinnt EM-Gold


Das deutsche Team hat bei der Leichtathletik-EM zwei weitere Medaillen gewonnen. Frederik Ruppert hat über 3.000 Meter Hindernis Gold geholt und Karl Bebendorf Bronze.

Leichtathletik-EM: Hindernisläufer Ruppert gewinnt EM-Gold
Frederik Ruppert ist erstmals Europameister über 3.000 Meter Hindernis. Der 29-Jährige siegte im Finale in Birmingham in 8:25,33 Minuten und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Das deutsche Traumergebnis machte Karl Bebendorf als Dritter (8:26,65 Minuten) perfekt. Zweiter wurde der Luxemburger Ruben Querinjean. Ruppert ist der erste deutsche Europameister über die Hindernisse seit Damian Kallabis 1998 in Budapest. Während Ruppert einen Start-Ziel-Sieg bejubelte, gelang Bebendorf mit einem famosen Finish noch der Sprung aufs Podium. Niklas Buchholz kam als drittbester Deutscher auf den neunten Rang. Vor zwei Jahren hatte Bebendorf in Rom ebenfalls Bronze geholt. Damals wurde Ruppert Vierter. Es war sein bestes Ergebnis bei einer Großveranstaltung bis zum Goldrennen von Birmingham. Ruppert schaffte zuvor Europarekord Ruppert hatte in dieser Saison schon früh Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er Ende Mai im marokkanischen Rabat den neuen Europarekord mit 7:57,80 Minuten setzte und über 5.000 Meter unter 13 Minuten blieb. Auf seiner Nebenstrecke holte sich Ruppert Ende Juli den deutschen Meistertitel und bezwang dabei sogar den EM-Zweiten Florian Bremm. Und auch Bebendorf verwirklichte seine Medaillenträume. Immerhin war er hinter Ruppert mit einer Zeit von 8:05,55 als zweitbester Europäer dieses Jahres nach Birmingham gereist. Bei den Frauen hatte Gesa Felicitas Krause den Titel über diese Distanz gewonnen. Ein überraschender EM-Abend Im Weitsprung der Frauen verlor Malaika Mihambo zum Abschluss der Leichtathletik-EM ihren Titel. Sie verpasste auch völlig überraschend eine Medaille, denn die 32-Jährige kam im Alexander Stadium nicht über 6,94 Meter hinaus und landete damit in einem hochklassigen Wettbewerb nur auf Platz fünf. Mihambo, die als Mitfavoritin galt, muss nun erstmals seit zehn Jahren wieder die Heimreise von einer großen Meisterschaft ohne Platzierung auf dem Podium antreten. Zur neuen Europameisterin krönte sich die Italienerin Larissa Iapichino mit 7,00 Metern. Dahinter sicherte sich Jazmin Sawyers (6,99 Meter/Großbritannien) Silber wie schon vor zehn Jahren, Bronze holte Hilary Kpatcha aus Frankreich mit 6,98 Metern. Im Speerwurf gewann, völlig überraschend, auch Julia Ulbricht eine Medaille, 24 Stunden nach dem Doppelsieg von Julian Weber und Nick Thumm . Die 25 Jahre alte deutsche Meisterin kam bis auf fünf Zentimeter an ihre Bestleistung heran und sicherte sich mit ihrem 61,53-Meter-Wurf Silber. Gold ging an Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak. Die Kroatin setzte sich mit 62,43 Metern durch. Bronze gewann Adriana Vilagoš aus Serbien (60,93 Meter).