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21.03.2026
07:43 Uhr
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Künstliche Intelligenz wird den Arbeitsmarkt grundlegend verändern, sagt Karsten Wildberger. Er plädiert für das bedingungslose Grundeinkommen, um den Wandel aufzufangen.

Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch künstliche Intelligenz (KI). "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende", sagte Wildberger der Neuen Osnabrücker Zeitung . Er sei überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen diese Umwälzungen am Arbeitsmarkt teilweise auffangen könne. Allein ausreichen werde es jedoch nicht. Zum einen brauche der Mensch sinnstiftende Tätigkeit. "Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden", sagte er. Zum anderen müsse Deutschland in KI-Technologie führend werden. Das würde zu dem nötigen Wachstum führen, um den Wandel aktiv mitzugestalten. Nötig seien "deutlich höhere Steuereinnahmen, damit wir mit dem Geld den Jobmarkt umbauen können". "Wir müssen uns zusammenraufen" Es sei unmöglich, diese Entwicklung aufzuhalten, sagte Wildberger. Er plädiere dafür, KI nicht abzulehnen, sondern für sich zu nutzen. "Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft von der KI zu profitieren." Er appelliere an Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Zivilgesellschaft: "Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten." Durch KI entstünden auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen . Es sei noch nicht zu spät, um im Bereich der künstlichen Intelligenz aufzuholen. "Die Chinesen haben eindrücklich bewiesen, wie unglaublich schnell man aufholen und andere teils überflügeln kann ", sagte Wildberger. Deutschland sei nun endlich aufgewacht und dürfe nicht wieder "wegdösen". "Denn dann können wir nur in einem Albtraum aufwachen ."