Zeit 15.03.2026
05:07 Uhr

Krieg im Nahen Osten: Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ab


Wegen des Irankriegs fallen die für April geplanten Rennen ersatzlos aus, teilte der Motorsportverband Fia mit. Erst am 3. Mai geht die Formel 1 in Miami weiter.

Krieg im Nahen Osten: Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ab
Die Formel 1 hat wegen des Kriegs im Nahen Osten die für April geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden die für den 12. und 19. April angesetzten Grand-Prix-Entscheidungen ersatzlos gestrichen. Am Freitag hatten bereits die Sender Sky und RTL/ntv berichtet , dass die beiden Rennen ausfallen würden. Man sei "nach sorgfältiger Prüfung und aufgrund der anhaltenden Lage im Nahen Osten" zu der Entscheidung gekommen, dass die Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien im April nicht stattfinden werden, hieß es in einer Mitteilung. Formel-1-Chef Stefano Domenicali sprach von einer "schwierigen" Entscheidung, die "angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten zum jetzigen Zeitpunkt leider die richtige" sei. Fia-Verbandspräsident Mohammed bin Sulayem betonte, die "Sicherheit und das Wohlergehen unserer Community und unserer Kollegen" stünden "stets an erster Stelle". Formel-1-Rennen fallen selten aus Es ist das erste Mal seit drei Jahren, dass die Veranstalter Formel-1-Rennen absagen. In der Saison 2023 hatte der Große Preis der Emilia-Romagna im italienischen Imola wegen schwerer Regenfälle nicht stattfinden können. In Bahrain und Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Der Rennkalender wird damit gekürzt und umfasst jetzt nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird erst wieder am 3. Mai in Miami. Noch im Februar fanden Testläufe von Formel-1-Rennfahrern auf dem Bahrain International Circuit statt. Zuletzt war 2011 ein Rennen in Bahrain abgesagt worden. Damals hatte es schwere politische Unruhen gegeben. Als dagegen im Jahr 2022 Huthi-Rebellen eine Raffinerie in der Nähe der Rennstrecke im saudi-arabischen Dschidda beschossen, entschieden sich die Verantwortlichen zur Fortsetzung des Rennwochenendes.