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12.08.2026
06:44 Uhr
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In Kolumbien suchen Spezialteams weiter nach Überlebenden des Erdbebens. Mehr als 4.000 Menschen sind als vermisst gemeldet.

Nach dem Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Toten auf mindestens 254 gestiegen. Mehr als 2.500 Menschen wurden verletzt. Städte wie Pereira, Cali, Manizales, Quibdó und Armenia im Westen des Landes waren am Montagmorgen (Ortszeit) von einem Erdbeben der Stärke 7,4 schwer getroffen worden. Es war das stärkste Beben in dem südamerikanischen Land seit Jahrzehnten. Seither gab es zahlreiche Nachbeben. Tausende Menschen sind obdachlos, da ihre Häuser eingestürzt oder durch tiefe Risse unbewohnbar geworden sind. Der neue Präsident Abelardo De La Espriella, der erst vor wenigen Tagen vereidigt wurde, besuchte die betroffenen Regionen und sicherte den Opfern wirtschaftliche Unterstützung zu. »Die Vermissten haben für uns derzeit oberste Priorität«, sagte der Präsident bei seinem Besuch in der Stadt Pereira. Offiziell gelten 195 Menschen als vermisst. In einer inoffiziellen Datenbank sind jedoch mehr als 4.000 Suchmeldungen eingegangen . Mehr als 1.100 eingestürzte Gebäude Bei der Suche in den mehr als 1.100 eingestürzten Wohnhäusern und Gebäuden sind spezialisierte Teams mit Suchhunden im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. Am diesem Mittwoch gehen die Bergungsarbeiten in den entscheidenden dritten Tag: Nach 72 Stunden ist die Möglichkeit, noch Überlebende zu finden, laut Experten extrem gering. Besonders in abgelegenen Gemeinden in der Pazifikregion Chocó nahe dem Epizentrum gestaltet sich die Lage schwierig. Dort sind viele Menschen weiterhin ohne Strom und grundlegende Versorgung. Da die Kommunikation in einige der am stärksten betroffenen Gebiete weiterhin unterbrochen ist, könnte die Opferzahl weiter steigen.