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03.10.2026
16:27 Uhr
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Unter dem Motto »Es brennt!« haben Tausende Menschen stärkeren Umweltschutz und eine gerechtere Politik gefordert. In mehr als 100 Städten bildeten sie Menschenketten.

Aktivistinnen und Aktivisten haben sich in mehreren Städten für einen stärkeren Umwelt- und Klimaschutz sowie eine gerechtere Politik eingesetzt . Unter dem Motto Es brennt! bildeten rund 19.000 Teilnehmer Menschenketten und forderten einen politischen Neustart. Nach Angaben der Veranstalter waren Aktionen in 112 Städten geplant. »Wir wollen, dass unsere Lebensgrundlagen geschützt werden. Für uns heute. Für unsere Kinder, unsere Enkel und Urenkel«, hieß es in dem Aufruf für die Aktion. Die Länge der verschiedenen Menschenketten wurde von den Veranstaltern auf insgesamt etwa 21 Kilometer geschätzt. Aufgerufen zu der Aktion hatten Natur- und Klimaschutzorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften und andere Bündnisse . Vor allem in Berlin und Dresden beteiligten sich zahlreiche Menschen. Die Kette sollte in Abschnitten vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über zahlreiche Städte bis zum Bundeskanzleramt in Berlin verlaufen . Als Symbol für den Neuanfang sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer leere weiße Blätter hochhalten. Die Organisationen verwiesen auf Tausende Hitzetote im vergangenen Sommer, Überschwemmungen und großflächige Waldbrände auch in Europa. »Die Politik tut zu wenig, während unsere Demokratie von Lobbygruppen unterwandert ist.« Es brauche daher einen Neubeginn, um die großen Krisen gemeinsam friedlich lösen zu können, schrieben die Veranstalter. In Berlin demonstrierten am Samstag außerdem rund 3.600 Menschen gegen Aufrüstung und eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht . Zu der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor hatte ein Bündnis unter dem Motto Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! aufgerufen. Auch in Stuttgart war eine Friedensdemonstration angekündigt. Die Proteste in beiden Städten wurden nach Angaben der Veranstalter von rund 300 Organisationen und Initiativen unterstützt. Schon am Freitag war in Berlin unter dem Motto Unzwingbar gegen eine mögliche Wehrpflicht und Aufrüstung demonstriert worden. Nach Angaben der Veranstalter nahmen bis in den Abend hinein rund 20.000 Menschen an der von Konzerten und Reden begleiteten Kundgebung teil. Die Polizei sprach am Samstag indes von 3.000 Teilnehmenden.