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11.03.2026
05:10 Uhr
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Saudi-Arabien zerstörte Drohnen und Raketen nahe einem Luftwaffenstützpunkt. Aus Teheran werden Angriffe gemeldet. Israel attackiert die Hisbollah im Libanon. Die Nacht

Saudi-Arabien hat in der Nacht Raketen und Drohnen in der Nähe wichtiger Stützpunkte abgefangen. Dem Verteidigungsministerium zufolge wurden sechs ballistische Raketen abgefangen und zerstört, die auf den Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkt abgezielt hätten – ein wichtiger von den USA und Saudi-Arabien betriebener Militärstützpunkt im Osten des Landes. Außerdem seien zwei Drohnen über Hafar al-Batin im Osten Saudi-Arabiens abgefangen und zerstört worden. Angriffe auf Hisbollah, Teheran und Bahrein Auch in anderen Regionen wurden die Angriffe fortgesetzt: Israels Streitkräfte attackierten nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon. Ihr Ziel war demnach die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten in Beiruts Süden. In Teheran berichteten Einwohner von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Die iranische Revolutionsgarde griff nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte in Bahrain und in der Region Kurdistan im Irak an. Im Irak wurde zudem eine wichtige diplomatische Einrichtung der USA nahe Bagdads Flughafen von einer Drohne getroffen. Drohung nach Aufruf zum Sturz des Regimes Israels Premierminister rief die Iraner zum Sturz ihrer Führung auf . Für Iranerinnen und Iraner bestehe nach den Angriffen "eine einmalige Gelegenheit, das Ajatollah-Regime zu stürzen und Ihre Freiheit zu erlangen" , schrieb Benjamin Netanjahu auf X. Der iranische Polizeichef warnte anschließend Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten: "Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln", sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. "Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug. " Freigabe von Notfallölvorräten möglich Der Ölpreis schwankt weiter stark: Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte an der Chicagoer Börse um fünf Prozent auf 87,65 US-Dollar, umgerechnet 75,49 Euro, zu. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt laut Wall Street Journal die größte Freigabe von Notfallölvorräten in ihrer Geschichte. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedsstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung. Der Vorschlag sei am Dienstag auf einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder besprochen worden, eine Entscheidung werde für diesen Mittwoch erwartet. Trump warnt vor Minen und zerstört Boote in Straße von Hormus Die USA haben nach eigenen Angaben 16 Minenlegerschiffe aus dem Iran zerstört. Die Schiffe seien nahe der Straße von Hormus getroffen worden, meldete das US-Militärkommando Centcom im Onlinedienst X. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Iran davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen, und von zehn zerstörten Schiffen gesprochen. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Irankrieg in unserem Liveblog .