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15.08.2026
07:03 Uhr
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Vor der indonesischen Insel Flores hat es ein Erdbeben der Stärke 7,7 gegeben. Mindestens 20 Menschen starben. Eine Tsunami-Warnung wurde inzwischen aufgehoben.

Die Küste der zu Indonesien gehörenden Insel Flores ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Fathur Rahman von der Such- und Rettungsbehörde der Stadt Maumere sprach von mindestens 20 Toten und sechs Verletzten. Zwei weitere Menschen würden noch unter Trümmern vermisst. Der Provinzgouverneur hatte zuvor von fünf Toten gesprochen. Das US-Erdbebenzentrum (USGS) gab die Stärke mit 7,7 an. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von rund zehn Kilometern, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Südküste der Insel. Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunamiwarnung aus, die später wieder aufgehoben wurde. Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9. USGS zufolge leben in dem Bereich, der schwere Erschütterungen erlebte, rund 1,5 Millionen Menschen. Beliebte Urlaubsinsel Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziertes Video auf Facebook zeigte, wie Teile eines Gebäudes am Hafen von Maumere einstürzten und Menschen schreiend auf die Straße rannten. Auf Fotos waren eingestürzte Häuser zu sehen. Aufnahmen des Senders Kompas TV zeigten zudem, wie Patienten aus einem Krankenhaus im Bezirk Ende ins Freie gebracht wurden. Die Insel Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im Komodo-Nationalpark. Dort leben die Komodowarane – Echsen, die gut zwei Meter lang werden können. Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, gilt hingegen als eher abgeschieden und touristisch kaum erschlossen. Flores ist eine der mehr als 17.000 Inseln Indonesiens. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmäßig zu Beben und Vulkanausbrüchen.