|
27.05.2026
15:35 Uhr
|
Ein Fußballgroßereignis allein verkauft nicht zwingend mehr Bier, meint der Brauer-Bund. Die deutsche Nationalmannschaft müsse schon erfolgreich sein.

Deutschlands Brauereien blicken vorsichtig optimistisch auf die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft. Zwar könne die WM die Nachfrage im Sommer ankurbeln, sportliche Großereignisse seien allerdings längst kein »automatischer Absatzgarant« mehr, sagte eine Sprecherin des Brauer-Bundes der Rheinischen Post . Schon die Heim-EM 2024 habe nur »begrenzte Effekte« gebracht. Entscheidend für den Absatz »bleiben deshalb die allgemeine Konsumstimmung sowie Faktoren wie Wetter und der sportliche Erfolg der deutschen Nationalmannschaft«, sagte die Sprecherin weiter. Eine »Herausforderung« nannte sie die teils späten Anstoßzeiten. Das Bundeskabinett hatte deswegen kürzlich Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Damit können Städte und Gemeinden öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22.00 Uhr ermöglichen. Vergangenes Jahr haben Deutschlands Brauerei noch einmal weniger Bier abgesetzt als in den Jahren zuvor . Die Menge ging um sechs Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter zurück – und lag damit erstmals unter acht Milliarden Litern. Ausgenommen von der Statistik sind neben alkoholfreiem Bier und Malztrunk auch Importe aus Nicht-EU-Staaten.