Zeit 06.10.2026
11:22 Uhr

Fort-Hood-Attentäter: Donald Trump genehmigt erste Militärhinrichtung seit über 60 Jahren


US-Präsident Trump hat die erste Hinrichtung eines Militärangehörigen seit 1961 angeordnet. Der Amokläufer hatte 2009 auf einem Armeestützpunkt 13 Menschen getötet.

Fort-Hood-Attentäter: Donald Trump genehmigt erste Militärhinrichtung seit über 60 Jahren
US-Präsident Donald Trump hat die Hinrichtung des Amokläufers auf dem Armeestützpunkt Fort Hood im Jahr 2009 durch ein Erschießungskommando angeordnet. Das Pentagon teilte auf der Onlineplattform X mit, Trump habe die Art der Exekution auf Vorschlag von Verteidigungsminister Pete Hegseth genehmigt. Ort und Zeitpunkt der Vollstreckung ⁠sollen noch festgelegt werden. Der verurteilte Täter hatte 2009 bei einem Amoklauf auf den Armeestützpunkt im Bundesstaat Texas 13 Menschen getötet und 32 weitere verletzt. Der damalige Major und Militärpsychiater hatte in einer medizinischen Einrichtung des Stützpunkts das Feuer auf unbewaffnete Soldaten eröffnet und dabei »Allahu Akbar« gerufen. Nach Angaben der New York Times gab der Täter an, den Angriff im Namen des Dschihad, des sogenannten Heiligen Krieges, verübt zu haben. Die Kriege in Afghanistan und im Irak habe er illegal genannt. Die Tat ereignete sich wenige Wochen vor seinem geplanten Auslandseinsatz in Afghanistan und auf dem Höhepunkt des Antiterrorkampfs nach dem 11. September 2001. Laut US-Medien wurde der Mann in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren und habe sich vor dem Anschlag zunehmend radikalisiert. Der Täter wurde im August 2013 von einem Militärgericht wegen mehrfachen vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes zum Tode verurteilt . Bei der Festnahme nach dem Amoklauf wurde der Täter von der Polizei angeschossen. Der heute 56-Jährige ist seither teilweise gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. US-Regierung hat Methoden zur Hinrichtung auf Bundesebene erweitert Sollte das Urteil gegen ihn vollstreckt werden, ⁠wäre dies die erste Exekution durch das US-Militär seit 1961. Nach dem Militärstrafrecht darf ein ‌Todesurteil erst nach der Zustimmung des Präsidenten vollstreckt werden. Die Ankündigung fällt mitten in die neu entfachte Debatte um die Todesstrafe nach der gescheiterten Hinrichtung einer verurteilten Mörderin im US-Bundesstaat Tennessee durch eine Giftspritze. Vor dem Hintergrund von Engpässen bei Präparaten für die ⁠Giftspritze hat die Trump-Regierung die zulässigen Methoden für Hinrichtungen auf Bundesebene auf die Vollstreckung durch Gas, den elektrischen Stuhl und Erschießung ausgeweitet. Zuvor waren nach Angaben des Death Penalty Information Center in mindestens fünf Bundesstaaten Erschießungskommandos für Hinrichtungen gesetzlich vorgesehen. Zuletzt wurde 2025 in South Carolina eine Hinrichtung durch Erschießen vollstreckt. Die letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando des US-Militärs fand im November 1945 statt.