Zeit 03.06.2026
08:54 Uhr

Fahrradhelm: Mehr als die Hälfte laut Umfrage für Helmpflicht auf dem Fahrrad


In einer Umfrage gibt nur gut ein Drittel der Fahrradfahrer an, immer einen Helm zu tragen. Trotzdem sprechen sich 54 Prozent für eine Fahrradhelmpflicht aus.

Fahrradhelm: Mehr als die Hälfte laut Umfrage für Helmpflicht auf dem Fahrrad
In einer repräsentativen Umfrage haben sich 54 Prozent der Befragten für eine allgemeine Helmpflicht auf dem Fahrrad ausgesprochen. Weitere zwölf Prozent sprachen sich in der von Forsa für RTL und ntv durchgeführten Umfrage für eine lediglich für E-Bikes geltende Helmpflicht aus. 28 Prozent lehnten eine Helmpflicht grundsätzlich ab. Von den Befragten, die selbst Fahrrad fahren, gaben 36 Prozent an, immer einen Helm zu tragen. 35 Prozent tragen dagegen nie einen Helm. Besonders hoch ist die Quote der Helmverweigerer bei den jüngeren Radfahrern. Bei den Befragten zwischen 18 und 29 Jahren verzichtet fast die Hälfte immer auf den Kopfschutz. Für die repräsentative Umfrage, die Forsa anlässlich des Weltfahrradtags durchführte, wurden zwischen 29. Mai und 1. Juni 1.003 Menschen befragt. Kurze Fahrstecken als Hauptargument gegen den Helm Als häufigsten Grund gegen das Helmtragen nannten die Radfahrer kurze Fahrstrecken. 42 Prozent derjenigen, die nicht immer einen Helm tragen, geben an, deshalb darauf zu verzichten. Dahinter folgen unbequeme Helme (23 Prozent) sowie Vergesslichkeit (21 Prozent), einengendes Gefühl (18 Prozent), vorsichtiger Fahrstil (17 Prozent) und Ästhetik (14 Prozent). In einigen anderen europäischen Ländern gibt es im Gegensatz zu Deutschland bereits eine teilweise Helmpflicht. In Tschechien etwa müssen Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren Helm tragen. Für Erwachsene wird es nur empfohlen. In Spanien müssen außerhalb geschlossener Ortschaften alle einen Helm aufsetzen, innerorts nur alle unter 16. In Schweden müssen alle unter 15 einen Helm tragen, in Österreich alle unter 12. Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes starben im vergangenen Jahr 462 Radfahrerinnen und -fahrer bei einem Unfall , darunter 217 mit einem E-Bike. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2024. Im Vergleich zu 2015 nahm die Zahl der getöteten Radlerinnen und Radler um 20,6 Prozent zu. Der Anstieg sei auf die zunehmende Zahl von getöteten E-Bike-Fahrern zurückzuführen, heißt es vom Bundesamt.