Zeit 11.08.2026
11:58 Uhr

Ebola-Ausbruch im Kongo: Zahl der Ebola-Toten in der DR Kongo steigt auf mehr als 2.000


Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo dauert weiter an, die Zahl der Toten ist auf 2.011 gestiegen. Die Sterblichkeitsrate liegt bei über 45 Prozent.

Ebola-Ausbruch im Kongo: Zahl der Ebola-Toten in der DR Kongo steigt auf mehr als 2.000
Bei dem seit Monaten in der Demokratischen Republik Kongo andauernden Ebola-Ausbruch sind mittlerweile mehr als 2.000 Menschen gestorben. Die Regierung des Landes teilte mit, dass nach derzeitigem Stand 2.011 Menschen ihrer Ebola-Infektion erlegen seien. 4.381 Menschen seien seit dem Ausbruch erkrankt, 704 würden derzeit in Isolierstationen behandelt. Die Sterblichkeitsrate beträgt den Angaben zufolge derzeit 45,9 Prozent. Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass der Ausbruch bereits im Februar begann und lange unerkannt blieb. Offiziell von Behörden verkündet wurde er erst am 15. Mai . Sorge über nicht gemeldete Fälle Besondere Sorge bereitet den Experten, dass derzeit rund 86 Prozent der neuen Ebola-Fälle nicht auf die nachverfolgten Kontakte von bestätigten Fällen zurückzuführen sind. »Wir glauben, dass es mehr und mehr Fälle gibt, die nicht gemeldet werden«, sagte Jean Kaseya, der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC. Um den Ausbruch erfolgreich einzudämmen, ist es nach Angaben der WHO aber nötig, etwa 95 Prozent der Kontakte von Ebola-Patienten nachzuverfolgen. Hinzu kommt, dass das Zentrum des Ausbruchs sich in der nordostkongolesischen Provinz Ituri befindet. Diese ist von Unsicherheit und einer großen Zahl von Binnenflüchtlingen geprägt, die unter äußerst beengten Verhältnissen leben. Außerdem greift die mit der Terrormiliz IS verbündete Rebellengruppe ADF dort Dörfer an. Zahlreiche andere Fälle gibt es in den Provinzen Nord- und Südkivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein großes Problem ist. Diese werden von Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung und mit ihr verbündete Milizen kämpfen.