|
05.08.2026
17:34 Uhr
|
Litauische Grenzschützer haben erneut einen Tunnel unter einem Grenzzaun zu Belarus aufgespürt. Sie werfen dem Land vor, Migranten durch Tunnel in die EU zu schleusen.

In Litauen ist zum wiederholten Mal ein mutmaßlicher Schleusertunnel an der Grenze zu Belarus entdeckt worden. Laut litauischem Grenzschutz wurde der geheime Gang unter dem Grenzzaun in einer Tiefe von etwa anderthalb Metern gegraben und mit Baumstämmen und Brettern verstärkt. Wie die Behörde in der Hauptstadt Vilnius mitteilte, war der Gang bei der Entdeckung noch nicht fertig und hatte keinen Ausgang. Zweck des Tunnels sei es gewesen, Migranten aus Belarus nach Litauen zu schleusen. Das EU-Land hat Belarus zuvor bereits wiederholt beschuldigt, in organisierter Form Menschen aus Krisenregionen an die litauische EU-Außengrenze zu bringen. Litauens Regierung reagierte darauf mit einem verstärkten Schutz der Grenze und dem Bau eines Grenzzauns. Der Tunnel mit einem getarnten Eingang reicht laut den Grenzschützern etwa vier Meter in litauisches Gebiet hinein. Er sei mithilfe elektronischer Geräte gefunden worden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.