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18.08.2026
09:02 Uhr
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Landwirtschaftsminister Alois Rainer rechnet trotz anhaltender Trockenheit mit stabilen Preisen. Für finanzielle Hilfen für Bauern seien erst verlässliche Zahlen nötig.

Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) erwartet trotz der anhaltenden Trockenheit zunächst keine deutlich höheren Preise für Lebensmittel wie Brot und Fleisch. »Ich gehe nicht davon aus, dass es sofort teurer wird«, sagte Rainer am Dienstag im ZDF- Morgenmagazin . Die Preise hingen auch von anderen Faktoren ab, etwa von Lieferketten, Transport und Produktion. Wie groß die Schäden durch die Trockenheit für die Landwirtschaft sind, ist noch nicht genau bekannt. Der Deutsche Bauernverband fordert deshalb schnelle finanzielle Hilfen für betroffene Betriebe. Rainer verwies jedoch darauf, dass zunächst verlässliche Zahlen benötigt würden: »Ohne belastbare Daten können wir schlecht Hilfe leisten.« Es sei ihm aber wichtig, »dass die landwirtschaftlichen Betriebe wissen, sie bleiben nicht alleine. Wir haben die Folgen der Dürre genau im Auge und werden, so gut es geht und so schnell es auch geht, passgenaue Hilfen anbieten.« Über die Landwirtschaftliche Rentenbank sei ein 200-Millionen-Euro-Sofortprogramm aufgelegt worden, das allerdings nicht ausreichend sei. Der Deutsche Bauernverband (DBV) veröffentlicht am heutigen Dienstag eine Erntebilanz. Rainer will Ende August amtliche Erntedaten vorlegen. Der Rheinischen Post sagte der Landwirtschaftsminister: »Ich klopfe an jede Tür, an der Hilfe möglich ist.« So habe er auch dem EU-Agrarkommissar die »besorgniserregende Situation auf unseren Äckern und Weiden geschildert und deutlich gemacht, dass im Ernstfall auch Europa gefordert ist«. Deutsche Obstbauern erwarten mittelmäßige Ernte Derweil erwarten die deutschen Obstbauern in diesem Jahr wegen der Hitze und der Trockenheit eine mittelmäßige Ernte. Besonders bei Äpfeln wird die Ernte kleiner ausfallen als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden voraussichtlich rund 934.000 Tonnen Äpfel geerntet. Das sind 5,4 Prozent weniger als im Zehn-Jahres-Durchschnitt und knapp 18 Prozent weniger als im besonders guten Vorjahr. Trotzdem bleiben Äpfel das meistgeerntete Baumobst in Deutschland. Bei Pflaumen und Zwetschgen sieht die Lage besser aus: Hier wird eine Ernte von rund 49.300 Tonnen erwartet. Das sind etwa 12 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich zum starken Vorjahr fällt die Ernte allerdings etwas geringer aus.