Zeit 19.03.2026
08:50 Uhr

(+) "Vladimir": Eine Serie wie ein gutes Buch, mindestens


Als Literaturprofessorin fällt Rachel Weisz in der Serie "Vladimir" über einen jungen Kollegen her. Da will man direkt zurück zur Uni – und diesmal alles richtig machen.

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Wenn die Professorin M in der Netflix-Serie Vladimir direkt in die Kamera spricht, ist man so entzückt wie pikiert. Bin ich etwa gemeint? Moi? Fast möchte man sich umdrehen und schauen, wem ihr stechender, anrüchiger Blick gelten könnte, ob da noch jemand hinter einem steht, jemand, der natürlich viel heißer ist als man selbst und ihre flirtende Aufmerksamkeit verdient hat. Aber nein, wie schmeichelhaft, man ist es selbst, den M (gespielt von Rachel Weisz) fixiert und in ihre lustvollen Tagträume einweiht. Den neuen, viel jüngeren Uni- und Schriftstellerkollegen Vladimir Vladinski (Leo Woodall) verführt sie darin. Macht einen das geteilte Geheimnis zum Komplizen von M? Darf man überhaupt unbeschwert weiterschauen?