Zeit 11.03.2026
16:13 Uhr

(+) Unheilig: "Ich wollte der Künstler sein, der nicht vom Rücktritt zurücktritt"


Jetzt hat er es doch getan: Der Graf kehrt nach zehn Jahren Urlaub mit Unheilig zurück und erklärt, warum ihn weder Kieferbrüche noch böse Gothic-Fans aufhalten können.

(+) Unheilig:
DIE ZEIT: Lieber Graf, als wir 2014 zuletzt miteinander sprachen, hatten Sie gerade Ihren Abschied von der Bühne angekündigt. Danach folgte eine zweijährige Abschiedstournee, verbunden mit der Ankündigung, dass Sie nie wieder auftreten werden. Weitere zehn Jahre später nehmen Sie nun Abschied vom Abschied. Warum? Der Graf: Fangen wir mit dem Anfang an, also dem Abschied. Ich habe mein letztes Konzert gegeben, bin nach Hause gefahren und habe alles gekappt, was mich mit dem Leben davor verband. Ich habe meine Handynummer geändert, mein Studio verschenkt und bin mit meiner Frau mit dem Wohnmobil in den Urlaub gefahren, nach Spanien. Dann habe ich ganz lange nichts getan. Drei Jahre lang. Ich hatte keine Ziele. Ich habe allerdings ganz oft geträumt, dass ich gleich wieder einen Auftritt habe, aber dass ich keine Klamotten habe und auch gar nicht mehr weiß, was ich singen soll. Dann bin ich immer schweißgebadet aufgewacht und war heilfroh, dass ich mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun hatte.