Zeit 17.03.2026
10:22 Uhr

(+) "Toxibaby" von Dana von Suffrin: Nicht schlecht, Feinde zu haben


Dieses Buch ist klug und noch dazu grandios lustig: Dana von Suffrin hat einen Roman über jede toxische Beziehung geschrieben, die es jemals gab.

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In Dana von Suffrins neuem Roman versucht ein Midlife-Millennial-Typ mit dem sprechenden Namen Toxibaby, jede Woche eine neue Frau rumzukriegen, indem er mit ihr ins Münchner Museum Brandhorst geht. Auch andere kommen her, um sich nicht gerade von ihrer besten Seite zu zeigen. Die Ich-Erzählerin der Geschichte streift nach einer Trennung durch die Räume, nur um gegen die "blöden Bilder des Lepanto-Zyklus" zu ätzen und im Selbstmitleid zu baden. Was hat dieses Museum Ihnen getan, Dana von Suffrin? Da muss sie lachen. Wir spazieren an einem Dienstagabend durchs Münchner Kunstareal, vorbei an der Lamellenfassade des Brandhorst. Bald erscheint Toxibaby, Dana von Suffrins viel erwarteter dritter Roman. Die Autorin, 41, ist derzeit eine der spannendsten Stimmen der deutschen Literatur. Und sie mischt sich ein, sie gibt zeitgenössische jüdische Erzählungen heraus, und sie wird ziemlich deutlich gegen den Antisemitismus unter oft linken Kulturschaffenden. Es gibt so viel, was man mit ihr besprechen will. Aber nun erst mal das Brandhorst. Warum dieses Museum?