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11.03.2026
16:52 Uhr
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Der Intendant der Salzburger Festspiele soll seinen Posten räumen. Elfriede Jelinek und Peter Handke protestieren – zu Recht?

Die Salzburger Festspiele haben unsichere Zeiten vor sich. Das Große Festspielhaus muss renoviert werden, weshalb man eine Ausweichspielstätte sucht. Und auch ein neuer Chef muss vermutlich gefunden werden. Markus Hinterhäuser, seit 2016 Intendant, hat sich mit dem Kuratorium überworfen. Alles deutet darauf hin, dass er nur noch bis September im Amt sein wird. Hinterhäusers Vertrag enthält eine "Wohlverhaltensklausel" – und gegen die, so der Vorwurf, habe er verstoßen. Was bisher geschah: Vor knapp zwei Jahren hatte Hinterhäuser der Salzburger Schauspielchefin Marina Davydova gekündigt. Sie sei, so seine Begründung, für ein anderes Festival tätig gewesen, ohne dies in Salzburg anzumelden. Dass er Davydova entließ, ohne das Kuratorium an der Entscheidungsfindung zu beteiligen, war hinter den Kulissen mit Groll vermerkt worden. Damals wurde die "Wohlverhaltensklausel" in seinen Vertrag geschrieben.