Zeit 20.03.2026
11:00 Uhr

(+) Salman Rushdie: "Mein hundertster Geburtstag soll eine Tanzparty sein"


Nach dem Tod Chameneis trat der vom Iran verfolgte Schriftsteller Salman Rushdie in Deutschland auf. Um Politik ging es dabei kaum – eine fantastische Entscheidung.

(+) Salman Rushdie:
Seit der Schriftsteller Salman Rushdie vor fast vier Jahren von einem islamistischen Attentäter niedergestochen wurde, wünscht er sich, dass man einfach wieder über seine Bücher spricht. Endlich hat ihm jemand diesen Wunsch erfüllt. Am Donnerstagabend war Rushdie beim Literaturfestival LIT:potsdam zu Gast, um seinen Erzählband Die elfte Stunde erstmals in Deutschland vorzustellen. Und statt ihn zu den politischen Folgen seines 1988 erschienenen Romans Die satanischen Verse zu befragen, auf den hin der damalige iranische Führer Ruhollah Chomeini eine Fatwa gegen ihn aussprach und ein Kopfgeld auf seine Tötung aussetzte, statt über den Abend des 12. August 2022 zu sprechen, an dem ein Mann bei einer Podiumsdiskussion die Bühne stürmte und Rushdie die zahlreichen Messerstiche nur knapp überlebte, fragte der Literaturkritiker Denis Scheck ihn schlicht nach: dem Schreiben.