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11.03.2026
19:27 Uhr
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Milo Rau hat am Hamburger Thalia Theater ein Verbot der AfD durchspielen lassen, spektakulär und kontrovers. Doch erst jetzt geht der Ärger richtig los.

Als die dreitägige Theaterinszenierung vorbei und das Urteil gesprochen, als Harald Martensteins Rede viral und Frauke Petry nach Hause gegangen war und die allgemeine Erregung über die große Meinungsbühnenschlacht langsam nachließ, begann es zu vibrieren, erst leise, dann unüberhörbar. Der Regisseur Milo Rau hatte für den Prozess gegen Deutschland drei Dutzend Wissenschaftler, Juristen, Ex-AfD-Politikerinnen und einen rechten Influencer mit Migrationshintergrund auf die Bühne des Thalia Theaters in Hamburg geladen, um über ein mögliches AfD-Verbot zu diskutieren. Und als draußen die Debatte über diesen Prozess schließlich schon fast verstummt war, ging es drinnen im Theater erst richtig los.