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15.03.2026
18:41 Uhr
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Der Krieg im Persischen Golf offenbart eine gefährliche Lücke: zwischen dem, was in Deutschland diskutiert wird, und dem, was tatsächlich geschieht.

Iranfachmann Cornelius Adebahr ist Associate Fellow am Europa-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Zwischen 2011 und 2016 lebte er zunächst in Teheran, anschließend in Washington, D. C. Die Position des Bundeskanzlers zum Krieg am Persischen Golf hört sich an wie Staatskunst – ist in Wirklichkeit aber ein Wunschzettel. Nach anfänglich offener Sympathie für den amerikanisch-israelischen Angriff fasste Friedrich Merz die Lage im Nahen Osten in vier grundsätzliche Punkte: Friedens- und Stabilitätsordnung mit Anerkennung Israels, vertragliche Nuklearverpflichtungen, wirtschaftlicher Wiederaufbau nach einem Regimewechsel, Selbstbestimmung des iranischen Volkes.