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02.10.2026
10:00 Uhr
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Russland befinde sich längst im Krieg mit der Nato, sagt die Politologin Margarita Šešelgytė. Deutschland müsse das endlich anerkennen und härter gegen Putin vorgehen.

In Krisenzeiten zählt jedes Wort. Mit welcher Rhetorik sollte die Bundesrepublik also die permanenten Drohungen Russlands erwidern? Welche Botschaften von Regierungschefs sind an welche Empfänger gerichtet? Wann wird aus produktiver Abschreckung gefährliche Eskalation? Seit zwei Jahrzehnten forscht die litauische Politikwissenschaftlerin Margarita Šešelgytė zu diesen Fragen. DIE ZEIT: Frau Šešelgytė, am Donnerstag erhielt die Nato in Münster den Westfälischen Friedenspreis. In seiner Rede auf das Militärbündnis bemerkte Bundeskanzler Friedrich Merz, die Bundesrepublik müsse sich auf weitere hybride Angriffe aus Russland einstellen. Wie nach dem Drohnenvorfall in Leipzig werde man auf diese jedoch »schnell und sehr klar antworten«. Hat Deutschland gegenüber Russland eine neue Sprache gefunden?