Zeit 09.08.2026
13:56 Uhr

(+) Georg Restle: Einfach mal weniger teilen


Der ARD-Journalist Georg Restle hat eine unbelegte Theorie zur Ceuta-Krise geteilt. Das ist nicht antisemitisch, wie Kritiker behaupten. Weise ist es aber auch nicht.

(+) Georg Restle: Einfach mal weniger teilen
Es kann bei der Bewertung der Welt hilfreich sein, die eigene Haltung ab und an probehalber umzudrehen. Wie würde man zu einer Debatte stehen, wenn man sich kurz mal eher rechts der Mitte verortete? Oder: Wie sähe man das, wenn man plötzlich eher links stünde? Der Aufruhr, den Georg Restle in dieser Woche ausgelöst hat, ist dafür ein guter Moment. Auf X hat der ARD-Journalist und Ex-Monitor-Moderator ein Zitat aus einem Text verbreitet, in dem behauptet wird, dass die Ceuta-Krise kein Zufall sei. Sie sei »weder eine genuine humanitäre Krise noch Teil eines antikolonialen Kampfes, sondern Teil der Bemühungen des erstarkenden US-israelisch-marokkanischen Bündnisses (…), eine progressive europäische Regierung zu schwächen, Europa zu spalten und das Völkerrecht zu untergraben«, heißt es in dem Ausschnitt aus einem Text der linksliberalen US-Wochenzeitschrift The Nation.