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29.05.2026
13:39 Uhr
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Auf ihrer Chinareise will die Wirtschaftsministerin chinesische Firmen nach Deutschland locken. Die Chancen sind gut – aber es ist eine Strategie mit hohen Risiken.

Katherina Reiche wird an diesem Vormittag in Chinas Wirtschaftsmetropole Guangzhou am Perlflussdelta zur Marketingchefin Deutschlands – auch das gehört zur Jobbeschreibung einer Wirtschaftsministerin. Man sei das einzige G7-Land mit einer Topbewertung der Ratingagenturen, wirbt die CDU-Politikerin am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz. »Wir bieten hohe Rechtssicherheit, haben ein einzigartiges Ausbildungssystem.« Wohlwollend hört ihr die Vizegouverneurin der Provinz zu und lässt der Reihe nach wichtige Firmenchefs vorsprechen. Zheng Yeqin, Vizechef des Elektroautokonzern XPeng, findet, dass die Kombination aus deutscher Ingenieurskunst und chinesischem Technologie-Know-How doch hervorragend zusammenpasse. Und Zhang Chuanwei vom Windhersteller Ming Yang Smart Energy Group kauft mit seinem Energiekonzern schon jetzt jährlich Waren im Wert von zwei Milliarden Euro in Deutschland ein, in Hamburg hat er eine Niederlassung eröffnet. »Wir können einen Beitrag leisten zum Klimaschutz in Deutschland«, sagt er.