Der Streit um die Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/article6aca1731194cb627ee596ef9/wir-sind-unabhaengig-bundesregierung-haelt-auch-nach-trumps-diesel-dealan-sanktionen-gegen-russland-fest.html) mit Kremlchef Wladimir Putin spitzt sich zu. Vor Reportern sagte Trump: „Ich finde, es ist Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt.“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hätte den Krieg schon „viele, viele Male“ beenden können, sagte Trump. Er habe jedoch entschieden, das nicht zu tun. Trump verlangte einen Führungswechsel und ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien. Selenskyj solle diese Angriffe „verdammt noch mal“ einstellen. „Ich schlage vor, dass sie sich einen neuen Anführer suchen, der einen Deal machen kann“, so Trump. Trump beschuldigte Selenskyj, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. „Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit“, behauptete Trump. Trump ist vor den US-Midterms am 3. November innenpolitisch unter Druck geraten, weil die Dieselpreise infolge des von ihm begonnenen Iran-Kriegs gestiegen sind. Nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin hatte er eine Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus Russland verkündet. Die USA wollen dafür vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel aufheben. Der Kreml bestätigte den Handel. Selenskyj hatte empört auf den Deal reagiert. Die Vereinbarung sei „nicht fair und nicht ehrlich“, sagte er dem US-Nachrichtenportal „Axios“. Mehr in Kürze.