Welt 02.10.2026
11:25 Uhr

Wahlpanne in Berlin – Direktmandat geht an AfD statt an CDU, Abgeordnetenhaus wird kleiner


Wegen eines falsch übermittelten Wahlergebnisses kommt es nach der Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin zu einer Korrektur. Das hat auch Auswirkungen auf die Anzahl der Sitze im Landesparlament.

Wahlpanne in Berlin – Direktmandat geht an AfD statt an CDU, Abgeordnetenhaus wird kleiner

Im nächsten Berliner Abgeordnetenhaus werden fünf Abgeordnete weniger sitzen als bislang erwartet. Wie die Spandauer Bezirkswahlleiterin Katrin Zickert dem rbb am Freitag (verlinkt auf https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/neuauszaehlung-wahlpanne-berlin-spandau-abgeordnetenhaus-tabor.html) bestätigte, hat im Wahlkreis Spandau 1 nicht die CDU-Kandidatin Bettina Meißner, sondern der AfD-Kandidat Tommy Tabor das Direktmandat gewonnen. Zuvor hatte auch der „ Tagesspiegel (verlinkt auf https://www.tagesspiegel.de/berlin/folgen-fur-die-zusammensetzung-des-abgeordnetenhauses-neuauszahlung-ergibt-anderen-wahlkreissieger-in-spandau-16117690.html) “ über die Panne berichtet. Ursache ist ein Fehler bei der Übermittlung des Wahlergebnisses. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Stimmen am Wahlabend korrekt ausgezählt worden, das Resultat wurde jedoch telefonisch falsch weitergegeben. In der Niederschrift des Wahlvorstands sei korrekt festgehalten worden, nach der Tabor mit 34 Stimmen vorn liege und nicht Meißner mit 80 Stimmen. „Woran das lag, kann ich im Augenblick nicht sagen“, sagte Landeswahlleiter Stephan Bröchler über die falsche Weitergabe der Information der Nachrichtenagentur dpa. Durch die Korrektur verändern sich die Berechnungen für Überhang- und Ausgleichsmandate. Nach Angaben von Landeswahlleiter Bröchler wird das neue Abgeordnetenhaus nicht 158, sondern 153 Sitze umfassen. Welche fünf Abgeordneten ihr Mandat dadurch verlieren, werde derzeit noch ermittelt. Mit Klarheit sei im Laufe des Freitags zu rechnen. „Wie sich das über die Parteien verteilt, da sind wir noch in den Berechnungen“, sagte Bröchler. „Schlussendlich muss das alles dann durch den Landeswahlausschuss am 12. Oktober noch bestätigt werden.“