Welt 20.09.2026
04:04 Uhr

Vorsicht vor zutraulichen Tieren – gefährliche Hasenpest nimmt in Deutschland zu


In Deutschland sind dieses Jahr bereits 129 Fälle der gefährlichen Hasenpest gemeldet worden. Sie ist auf den Menschen übertragbar. Das Schlimme: Infizierte Hasen werden vor ihrem Tod besonders zutraulich.

Vorsicht vor zutraulichen Tieren – gefährliche Hasenpest nimmt in Deutschland zu

Das hessische Landwirtschaftsministerium meldete zehn Fälle der gefährlichen Hasenpest, einer hochansteckenden Krankheit, die vor allem Feldhasen und Nagetiere befällt. Bundesweit wurden bis zum 9. September bereits 129 Fälle bekannt. Die meisten an Hasenpest erkrankten Tiere sterben. Zuvor magern sie stark ab, wirken teilnahmslos und verhalten sich weniger scheu gegenüber Menschen. Das erhöht das Risiko eines ungewollten Kontakts. So steckt sich der Mensch an Der direkte Kontakt kann zu einer Ansteckung führen. Ebenso der Umweg über Insekten, vor allem Auwaldzecken und Bremsen. Infizieren kann man sich auch über die Nahrung. Nicht ausreichend gegartes Wildfleisch etwa ist ansteckend, genauso kontaminiertes Wasser. Ist die Hasenpest auf den Menschen übertragen worden, sind die ersten Symptome meist hohes Fieber, grippeähnliche Kopf- und Gliederschmerzen und geschwollene Lymphknoten. In den meisten Fällen kann die Krankheit mit Antibiotika behandelt werden. Im Vergleich zu 2023 nehmen die Fallzahlen in Deutschland weiter zu. Die meisten Ansteckungen melden Bayern und Baden-Württemberg mit hohen zweistelligen Fallzahlen pro Jahr. Das hängt stark mit der dortigen Landschaftsstruktur und den klimatischen Bedingungen zusammen.