Donald Trump hat ein neues KI-Video veröffentlicht, in dem er sich als Arzt darstellt, der prominente Trump-Kritiker vom fiktiven „Trump Derangement Syndrome“ heilen könne – ein schon in der Vergangenheit von Trump verwendeter Begriff, der sich etwa mit „Trump-Verblendungssyndrom“ übersetzen lässt. Der US-Präsident postete das eineinhalb Minuten lange Video am Donnerstag unter anderem auf X. Darin ist ein Deepfake-Avatar von ihm in einem weißen Kittel zu sehen, auf dem die Aufschrift „Donald Trump, M.D.“ prangt – die englische Bezeichnung für einen Doktor der Medizin. Zu sanfter Klaviermusik erklärt der KI-Trump, die Symptome von „TDS“ könnten „gnadenlos“ sein. „Glücklicherweise habe ich einen Behandlungsplan.“ Zu den ebenfalls als KI-Avatare dargestellten Trump-Kritikern gehören die Schauspieler und Schauspielerinnen Rosie O’Donnell, Whoopi Goldberg, Edward Norton und Julia Roberts. Die Fake-Prominenten erklären, wie sehr sie unter der fiktiven Krankheit gelitten haben sollen. Ein falscher Robert De Niro etwa erzählt: „Ich konnte nicht essen, ich konnte nicht schlafen, war ständig wütend.“ Die Deepfake-Version von Whoopi Goldberg behauptet: „Ich dachte wirklich, ich sei ein hoffnungsloser Fall“, doch nach Verwendung des „Behandlungsplans“ könne sie „einen Unterschied sehen“. Der „Behandlungsplan“ sei „simpel“ erklärt der KI-Trump: „Schaltet die Fake News aus, sprecht eure Gebete, und wenn ihr euch jemals ängstlich fühlt, trinkt einfach eine Diet Coke wie ich. Dann werdet ihr einen bemerkenswerten Unterschied in eurem Leben feststellen.“ Die reale Rosie O’Donnell sagte gegenüber dem Guardian (verlinkt auf https://www.theguardian.com/us-news/live/2026/jul/02/donald-trump-us-politics-250-anniversary-republicans-democrats-latest-news-updates) in Bezug auf Trump: „Er ist ziemlich krank – und wird jeden Tag schlimmer. Der 25. Verfassungszusatz existiert genau aus diesem Grund. Absetzen. Des Amtes entheben. Verurteilen.“ Auch die Republicans Against Trump, eine eigenen Angaben zufolge innerparteiliche Gruppe von Kritikern des Präsidenten, bezeichneten das Video als „durchgeknallt“. Trump verwendet den Begriff „TDS“ nicht zum ersten Mal, um seine Kritiker anzugreifen. So sprach er etwa im Dezember 2025 davon (verlinkt auf https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/trump-sorgt-mit-angriffen-auf-ermordeten-rob-reiner-fuer-empoerung/) , der jüdisch-US-amerikanische Regisseur Rob Reiner, der zusammen mit seiner Frau in seinem Haus erstochen worden war, sei an der fiktiven Krankheit gestorben. Im Mai dieses Jahres behauptete er bei einer Veranstaltung im Weißen Haus, er habe gehört, TDS sei „eine richtige Krankheit“. Der US-Präsident verwendet immer wieder KI-Videos. Im April führte ein Video von Trump als Jesus zu einem Konflikt mit Papst Leo XIV. (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article69dfc5b6a01fd07f05dc6411/streit-mit-papst-leo-trump-verbreitet-neues-ki-jesus-bild-ich-finde-es-ziemlich-schoen.html) und sorgte auch für Kritik aus den eigenen Reihen.