Welt 04.10.2026
12:04 Uhr

Tag der deutschen Einheit wird auf 30. Februar verschoben


Erleichterung in Deutschland: Die Bundesbürger müssen am 3. Oktober nicht so tun, als ob sie einander mögen – der Tag der deutschen Einheit soll an einem derzeit besser passenden Datum stattfinden.

Tag der deutschen Einheit wird auf 30. Februar verschoben

Ein Glück: Der Tag der deutschen Einheit wird verschoben! „Ein Feiertag mit einem solchen Namen wäre zum momentanen Zeitpunkt einfach nur zynisch“, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz jetzt nach einem Streit mit Vizekanzler Lars Klingbeil über die Zuckersteuer (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6abe269eca5c42fe8f931980/kanzleramt-stoppt-laut-bericht-gesetzentwurf-zur-zuckersteuer-nicht-mehrheitsfaehig.html) . Angesichts der immer stärker werdenden Spaltung in der Gesellschaft (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article255420236/Vier-von-fuenf-Deutschen-sehen-gesellschaftliche-Spaltung.html) habe man sich deshalb entschieden, den 3. Oktober komplett abzusagen, so Merz. Zuvor hatte man im Bundestag keine Einigung darüber erzielen können, ob es nicht besser wäre, mehrere streng voneinander getrennte Einheitsfeiern zu verabschieden, damit es nicht zu populistischen Pöbeleien und Handgreiflichkeiten (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6abffaa885d64113fb06d49a/bremen-bengalos-und-boeller-lage-bei-antifa-demo-vor-einheitsfeier-eskaliert.html) zwischen den verschiedenen politischen Lagern komme. Tag der Deutschen Einheit mit neuem Termin „Jung gegen alt, links gegen rechts, reich gegen arm, Ossi gegen Wessi, Mann gegen Frau und alle gegen Friedrich Merz (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/politik_inland_nt/article6abe979585d64113fb06c04c/merz-im-rekordtief-nur-10-prozent-zufrieden-mit-kanzler.html) – da hätte man so viele verschiedene Tage der deutschen Einheit organisieren müssen, dass zum Schluss kein Geld für die Planung einer neuen Mauer quer durch Deutschland übrig geblieben wäre“, plaudert ein Parlamentarier aus dem Nähkästchen. Damit nun keiner am 3. Oktober verkrampft so tun müsse, als ob er den anderen ausstehen könne, habe man sich laut Merz auf eine Kompromisslösung verständigt: Der Tag der Deutschen Einheit soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, wenn das Land tatsächlich geeint sei und die Deutschen mit Respekt und Verständnis für die Meinung des jeweils anderen miteinander umgingen. Bahn kritisiert Verschiebung „Nach derzeitigem Kenntnisstand erscheint uns der 30. Februar dafür als der perfekte Termin“, heißt es aus Regierungskreisen. Das Datum gelte als historisch nicht vorbelastet und somit als gutes Signal für einen Neuanfang. „In Schaltjahren findet der Tag der Deutschen Einheit natürlich am 31. Februar statt“, fügen die Spitzen von Union und SPD hinzu, um Besserwissern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Anscheinend umsonst. Denn es gibt schon wieder eine gewisse Uneinigkeit im Land: Verschiedene Institutionen reagierten nämlich mit ungläubigem Kopfschütteln auf die ihrer Meinung nach „absurd unbedachte“ Terminwahl. „Ausgerechnet der 30. Februar!“, stöhnt man beispielsweise bei der Deutschen Bahn, „da soll doch schon Stuttgart 21 (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/article69a0ac01f735f2c12f3cd9bf/stuttgart-21-eroeffnung-verzoegert-sich-um-weitere-jahre-verkehrsminister-nennt-wesentlichen-grund.html) feierlich eröffnet werden!“ Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!