E infach nur unbedacht, oder hat es tatsächlich nichts miteinander zu tun? Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka war eine der Anführerinnen des Medienboykotts vor den French Open in Paris. Sie und ihre Mitstreiter, u. a. Superstar Jannik Sinner, fordern mehr Geld von den Grand-Slam-Veranstaltern. (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/tennis/article6a02f983cd4a28c470024ad4/french-open-ohne-uns-gaebe-es-kein-turnier-aufruhr-nach-sabalenkas-boykott-drohung.html) Schlappe 15 Prozent der Einnahmen der Grand-Slam-Turniere gehen an die Profis. In anderen Sportarten oder auch Ligen wie NBA oder NFL sind es beträchtlich mehr, teilweise über 50 Prozent. Sabalenka & Co. fordern 22 Prozent der Einnahmen. Nur Tage später war die Belarussin, die sich gegen den Vorwurf verwahrt, den Hals nicht vollkriegen zu können, auf dem Centre Court bei ihrem Sieg gegen Jessica Bouzas Maneiro zu sehen, mit mehreren Ketten, die Schmuckexperten auf einen Wert von insgesamt 86.000 Euro taxieren. Das ist in etwa so viel wie die 87.000 Euro (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/Euro/) , die die Verliererin aus Spanien nach ihrer Niederlage (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/tennis/wta/frauen-roland-garros/ma11779030/aryna-sabalenka_jessica-bouzas-maneiro/bilanz/) mit nach Hause nimmt. Teuren Schmuck (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/schmuck/) bei der Arbeit zu tragen, aber mehr Geld zu fordern, obwohl Sabalenka im Jahr 2025 mit 12,8 Millionen Euro so viel verdiente wie keine andere Sportlerin – wie passt das zusammen? Die 28-Jährige sagte vor dem Turnier: „Es geht nicht um mich. Es geht um die Spielerinnen und Spieler auf den hinteren Plätzen der Weltrangliste.“ (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/tennis/) Aber auf die Erhöhung, sollte die Forderung irgendwann durchkommen, zu verzichten und sie ebenfalls den schlechter Platzierten zukommen zu lassen, so weit reicht die Nächstenliebe bei Sabalenka und den anderen Topstars nicht. Zumindest sprach noch niemand davon. „Ich kann mir vorstellen, wie es von außen aussieht“, sagt Sabalenka Sabalenka hat eine Partnerschaft mit dem New Yorker Designer Material Good. Die drei Halsketten und ein Paar Ohrringe, die das Unternehmen ihr für die French Open (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/french-open/) zur Verfügung stellte, sollen einen Wert von 127.000 Euro haben. Die drei Ketten haben zusammen mehr als 200 Karat an Granat und 23 Karat an Diamanten. Stören die Ketten nicht beim Spielen, um es mal auf die Praxistauglichkeit herunterzubrechen? „Ich fühle nicht wirklich die Schwere, aber ich kann mir vorstellen, wie es von außen aussieht. Eigentlich soll es noch eine dritte Halskette geben, aber ich dachte: Okay, das wäre wahrscheinlich zu viel. Also trug ich nur zwei“, sagte die viermalige Grand-Slam-Siegerin. Warum trägt man beim Sport überhaupt Schmuck? „Für mich ist es wichtig, gut auszusehen. Wenn ich mich gut fühle, bin ich besser und fühle mich großartig.“ Als sie erfuhr, dass ihr Schmuck nahezu genauso viel wert ist wie das Geld, das ihre Gegnerin aus der ersten Runde als Preisgeld bekommt, sagte Sabalenka: „Ich sehe nicht wirklich, was diese beiden völlig unterschiedlichen Dinge miteinander zu tun haben. Wie ich schon sagte, geht es überhaupt nicht um mich. Ich kämpfe nur für Spieler mit niedrigerem Weltranglistenplatz, die wirklich darum kämpfen, in dieser Tenniswelt zu überleben.“