Welt 28.07.2026
12:06 Uhr

Regelhüter geben schwere Panne rund um Embolos Schwalbe zu


Eine Gelb-Rote Karte im WM-Viertelfinale gegen Argentinien bringt Breel Embolo und die Schweiz auf die Verliererstraße. Nun kommt heraus, dass der Platzverweis niemals hätte ausgesprochen werden dürfen.

Regelhüter geben schwere Panne rund um Embolos Schwalbe zu

WM-Viertelfinale, Argentinien gegen die Schweiz, Mitte der zweiten Halbzeit: Die Eidgenossen hatten gerade durch Dan Ndoye ausgeglichen, drückten auf die Führung. Dann flog Schweiz-Stürmer Breel Embolo vom Platz – wegen einer Schwalbe. Das Spiel kippte, Argentinien gewann 3:1 nach Verlängerung. Jetzt kommt raus: Die Gelb-Rote Karte beruhte (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a5f1c7b98910276e1594c4c/wm-2026-merkwuerdiges-statement-erstmals-aeussert-sich-embolo-nach-der-schwalbe.html) auf einer falschen Regelauslegung. Das International Football Association Board (IFAB), die offiziellen Regelhüter des internationalen Fußballs, gab den schweren Fehler zu. In einem Schreiben, das „ The Athletic“ (verlinkt auf https://www.nytimes.com/athletic/7473204/2026/07/27/world-cup-mistaken-identity-law-embolo-almiron/) vorliegt, wird konkret Bezug auf den Embolo-Fall genommen. Zur WM (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/) wurde eine Reihe neuer Regeln eingeführt. Darunter auch, dass der Video-Schiedsrichter einschreiten darf, sollte dem falschen Spieler eine Gelbe oder eine Rote Karte gezeigt werden. Die Regel gilt allerdings nicht, um Gelbe Karten zu überprüfen oder sogar zurückzunehmen. Statt Freistoß gab es Gelb-Rot für Embolo In einem solchen Fall schritt Video-Schiri Guillermo Pacheco (Mexiko) aber ein. Die Szene: Im Zweikampf zwischen Embolo und Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes ging der Schweizer zu Boden. Haupt-Referee Joao Pinheiro (Portugal) entschied trotz der Schwalbe auf Freistoß für die Schweiz und Gelb für Paredes. VAR Pacheco meldete sich, schickte Pinheiro an den Monitor – genau das hätte er nicht machen dürfen. Denn bei der Szene handelt es sich vielmehr um eine Tatsachenentscheidung. Weil Paredes das Foul beging und auch Gelb sah (hier lag keine Verwechslung des Spielers vor), hätte die Karte nicht überprüft werden dürfen. Durch das Einschreiten des Video-Schiris wurde die Situation völlig umgedeutet. Aus einem Foul wurde eine Schwalbe. Am Ende die richtige Entscheidung – aber ausgelöst durch einen Vorgang, den die Fußballregeln (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/home-15769054.bild.html) nicht vorsehen. Mit fatalen Folgen für die Schweizer: Embolo flog vom Platz, Argentinien profitierte, schoss noch zwei Tore und zog ins WM-Halbfinale ein. Die offiziellen Regelhüter gestanden den Fehler jetzt ein. Eine Stellungnahme der Fifa blieb zunächst aus.