Welt 21.03.2026
14:16 Uhr

Preise für Besteigung des Mount Everest massiv erhöht


Am Mount Everest wird die Frühjahrs-Saison eingeläutet. Routen auf den höchsten Berg der Erde werden begehbar gemacht. Wer sie nutzen will, muss nun deutlich mehr bezahlen und neue Regeln beachten.

Preise für Besteigung des Mount Everest massiv erhöht
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will mit dem neuen Gesetz eine Lücke im Strafrecht schließen. Michael Kappeler/dpa

Am Mount Everest (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/mount-everest/) in Nepal haben Bergführer damit begonnen, den Weg zum höchsten Gipfel der Welt wieder sicher begehbar zu machen. Die „Eisfall-Ärzte“ reparieren pünktlich zum Beginn der Frühjahrs-Saison (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6909d37a154e6f61444c4e4d/basislager-getroffen-deutscher-bergsteiger-stirbt-durch-lawine-im-himalaja.html) Seile, bessern Leitern aus und suche neue Wege durch Eisfälle. „Unser achtköpfiges Team hat das Basislager erreicht und mit der Arbeit begonnen“, sagte Lama Kazi Sherpa der Nachrichtenagentur AFP. Er ist Vorsitzender des Sagarmatha Pollution Control Committee, das sich um die Sauberkeit in der Region kümmert, aber auch für die Festlegung der Routen zuständig ist. Zunächst wolle die Gruppe im Basislager aber eine traditionelle Zeremonie ausführen, um göttlichen Segen zu erbitten, führte er aus. Um mit der zunehmenden Umweltverschmutzung durch Bergsteiger aus aller Welt fertig zu werden, müssen Kletterer künftig mindestens zwei Kilo Abfall ins Lager 2 zurückbringen. In dem Camp verbringen Kletterer oft mehrere Tage, um sich an die Höhenluft zu gewöhnen. Für die Kletterer ist die Verwendung von „Kotbeuteln“ jetzt Pflicht. So teuer ist die Besteigung des Mount Everests Darüber hinaus wird die Besteigung ab dem Frühjahr deutlich teurer. Die Gebühren dafür steigen von 11.000 Dollar (rund 9500 Euro) auf 15.000 Dollar (rund 13.000 Euro). Diese Summe wird nur für das Recht gezahlt, den Gipfel besteigen zu dürfen, gültig für ein Jahr und eine Route. Die Kosten für die Expedition kommen hinzu. Dass die höheren Preise Kletterer abschrecken, erwarten Expeditionsveranstalter in der Hauptstadt Kathmandu nicht. Sie bereiten sich gerade auf die Frühjahrs-Saison vor. Dennoch könne es sein, dass der Iran-Krieg zu einigen Flugstreichungen führt, sagte der Präsident der NGO Expedition Operators Association, Dambar Parajuli. In Nepal liegen acht der zehn höchsten Gipfel der Erde. Ein wahrer Kletterboom hat das Bergsteigen in den vergangenen Jahrzehnten zum extrem lukrativen Geschäft gemacht. Nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde haben im Jahr 2025 rund 800 Menschen den Gipfel des Mount Everest bestiegen.