Es war eine Rekordfahrt im Weltraum. Der Nasa‑Rover „Perseverance“ hat eine längere Strecke auf der Oberfläche eines anderen Planeten zurückgelegt als je ein menschengemachtes Fahrzeug zuvor. „Perseverance“ ( auf Deutsch: Beharrlichkeit, Anm. d. Red. ) sei seit seiner Landung auf dem Mars 2021 nun insgesamt 45,22 Kilometer gefahren, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Damit habe er den bisherigen Rekord des Rovers „Opportunity“ (verlinkt auf https://www.welt.de/wissenschaft/article188764015/Opportunity-Geliebter-Roboter-stumm-Nasa-gibt-Mars-Rover-auf.html) ( auf Deutsch: Gelegenheit, Anm. d. Red. ) übertroffen, der zwischen 2004 und 2018 insgesamt 45,16 Kilometer zurückgelegt hatte. Ursprünglich seien für die „Perseverance“-Mission nur rund 20 Kilometer Fahrstrecke vorgesehen gewesen, hieß es von der Nasa weiter. Der Rover habe aber alle Erwartungen übertroffen. Noch mindestens bis Ende 2028 soll „Perseverance“ mit seinen sechs Rädern weiter über den roten Planeten rollen und ihn erforschen. Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. 2024 hatte der Rover eine spektakuläre Gesteinsprobe gefunden, die nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde möglicherweise Spuren von früherem mikrobiellen Leben enthält. Entdeckt wurde die Probe im „Jezero Crater“, einem ausgetrockneten Flussbett auf dem Mars. Dem Nasa-Team war das Gestein aufgefallen, weil es Flecken zeigte, die einem Leoparden-Muster ähnelten. „Perseverance“ sammelt wichtige Proben auf dem Mars „Dies könnte das deutlichste Zeichen von Leben sein, das wir auf dem Mars je gefunden haben“, hatte der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte Interimschef Sean Duffy bei einer Pressekonferenz im vergangenen Jahr verkündet. Sicher sei das allerdings nicht, betonte die stellvertretende Nasa-Chefin Nicky Fox. Es seien noch mehr Daten und Studien notwendig. Die Probe war dann mit allen wissenschaftlichen Instrumenten, die der Rover an Bord hat, untersucht worden. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht. Das Gestein bestehe demnach unter anderem aus Ton und Schlick und enthalte Kohlenstoff, Schwefel, oxidiertes Eisen und Phosphor, hieß es. Die Flecken im Gestein bestünden etwa aus den Mineralen Vivianit und Greigit, die in Kombination auf früheres mikrobielles Leben hindeuten können, allerdings auch ohne biologische Reaktionen entstehen können.