Diese Erklärung dürfte zumindest ein wenig zur Beruhigung unter den Fans beigetragen haben. „Wir bedauern, dass der Eindruck einer einseitigen Einflussnahme durch den US-Präsidenten (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a4ecdc9bb0cf80de56a2c7a/fall-balogun-hoechst-verdaechtig-trumps-wm-beauftragter-legt-gegen-schiedsrichter-nach.html) entstanden ist. Dies war nicht unsere Absicht“, heißt es in einem Schreiben der Fifa, das WELT vorliegt und von Fifa-Präsident Gianni Infantino unterzeichnet worden ist. Tatsächlich, so der Fußball-Weltverband weiter, habe es sich um ein Pilotprojekt gehandelt, um mehr Transparenz in Entscheidungen zu bringen. „Wir hatten bislang das Problem, dass vor allem Schiedsrichter mit solchen Entscheidungen (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a4df94343b7fd5185001922/wm-2026-schiedsrichter-die-regel-unkundigen-sind-die-regel-und-dennoch-ist-es-richtig-so.html) betraut waren. Sie trafen Ableitungen auf Basis von Regeln. Dies ist ihnen nicht vorzuwerfen. Allerdings hat die Bedeutung des Fußballs wirtschaftlich und politisch extrem zugenommen, sodass auch andere als rein formelle Kriterien berücksichtigt werden müssen. Der Fußball trägt schließlich eine gesellschaftliche Verantwortung.“ In einem Testlauf war Trump als Staatsoberhaupt eines der Gastgeberländer beauftragt worden, über Wirksamkeit und Dauer von Sperren zu entscheiden. (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a4f514efe4170d03593af67/wm-2026-naechste-kontroverse-nach-trump-belgien-laesst-sich-von-den-usa-nichts-gefallen.html) „Es war sicher ein Fehler, dass wir das vorher nicht publik gemacht hatten“, räumte ein Fifa-Offizieller im Gespräch mit WELT ein. Infantino machte beim Nato-Gipfel in Ankara alles klar Intern wird die Maßnahme dennoch als Erfolg gewertet. In einem zweiten Schritt wurden deshalb für die Viertelfinalspiele die Teams des VAR – Video Assistant Referee – aus Staats-, Regierungschefs oder anderen hochgestellten Persönlichkeiten zusammengesetzt. Infantino war zu diesem Zweck (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a4dea54dfc0c82fa2909cc9/fussball-wm-2026-an-orten-wie-dieses-sichert-infantino-seine-macht.html) persönlich zum Nato-Gipfel nach Ankara gereist, um unter dort anwesenden Politikern für die Idee zu werben. „Wir legen Wert darauf, dass die einzelnen Teams ausgewogen besetzt worden sind: Je ein Vertreter des Landes, das gerade spielt, sowie ein neutraler Vertreter“, erklärte er. So fungierten beim Spiel zwischen Frankreich und Marokko Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Marokkos König Mohammed VI. und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan (neutral) als VAR. Die weiteren Ansetzungen: • König Felipe VI., König Philippe und der Dalai Lama (neutral) bei Spanien gegen Belgien. • Kronprinzessin Mette-Marit, König Charles III. und der frisch gebackene iranische Revolutionsführer (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/iran-politik/) Modschtaba Chamenei (neutral) bei Norwegen versus England. • Argentiniens Präsident Javier Milei, Infantino selbst und Wladimir Putin (neutral) (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/wladimir-putin/) bei Argentinien gegen die Schweiz. Für das Endspiel soll bereits der Emir von Katar als neutraler VAR Interesse angemeldet haben – sollte es, wovon auszugehen ist, Lionel Messi bis dahin schaffen. „Unser Dank geht an dieser Stelle auch an den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich ebenfalls zur Verfügung stellen wollte“, sagte Infantino. Gerüchten zufolge soll Merz jedoch den obligatorischen Eignungstest, den Fifa-Schiedsrichter-Boss Pierluigi Collina durchgeführt hatte, nicht bestanden haben. Die Fifa wolle den Fehler, hieß es, einen fachunkundigen Regierungschef zu nominieren, auf keinen Fall wiederholen.