Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Rund 30 weitere seien verletzt worden, als ein Attentäter am Samstag mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in einen Polizeiposten in Dera Ismail Khan gefahren sei. Ein Sprecher der Rettungsdienste sagte, mehrere der Verletzten schwebten in Lebensgefahr. Zu dem Anschlag in der Region Dera Ismail Khan bekannte sich die Gruppierung Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), auch bekannt als pakistanische Taliban. Pakistanische Taliban häufig an Angriffen in Region beteiligt Der Ort des Anschlags liegt nahe der Grenze zu Afghanistan. Die Region wird immer wieder von islamistischer Gewalt erschüttert, die sich häufig gegen Polizei und Sicherheitskräfte richtet. Auch in diesem Monat kam es in dem Bezirk zu mehreren Angriffen, an denen unter anderem die pakistanischen Taliban beteiligt waren. Im Dezember 2023 rammte ein Selbstmordattentäter ebenfalls in Dera Ismail Khan ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in das Tor eines Polizeireviers und tötete 23 Sicherheitskräfte. Zuletzt hatte Pakistan mehrfach Ziele in Afghanistan angegriffen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6a41c497113e90346dc50758/pakistan-armee-greift-ziele-in-afghanistan-an-mindestens-25-kaempfer-getoetet.html) , dem es vorwirft, den pakistanischen Taliban und anderen Extremisten Rückzugsräume zu gewähren. Die Taliban-Regierung in Kabul weist das zurück. Die TTP sind unabhängig von den afghanischen Taliban, aber mit ihnen verbündet.