Welt 18.09.2026
10:30 Uhr

Mehr als 21.000 Euro für Ralf Richters Beerdigung gesammelt – Sohn zieht Konsequenz


Nach dem Tod von Ralf Richter haben Hunderte Fans Geld für die Beerdigung des Schauspielers gespendet. Statt der angepeilten 10.000 Euro kamen binnen kurzer Zeit mehr als 21.000 Euro zusammen. Die Familie ließ die Aktion daraufhin stoppen.

Mehr als 21.000 Euro für Ralf Richters Beerdigung gesammelt – Sohn zieht Konsequenz

Nach dem Tod des Schauspielers Ralf Richter ist eine Spendenaktion zur Finanzierung seines Begräbnisses innerhalb kurzer Zeit auf große Resonanz gestoßen. Mehr als 21.500 Euro kamen nach Angaben der Initiatoren zusammen. Die Kampagne wurde daraufhin vorzeitig beendet. Eine enge Freundin der Familie hatte die Aktion auf der Plattform GoFundMe (verlinkt auf https://www.gofundme.com/f/gemeinsam-abschied-nehmen-von-ralf-richter?cp_src=d) gestartet, um einen „würdevollen Abschied“ für den Schauspieler zu ermöglichen. Mit dem Tod stünden die beiden Kinder des Schauspielers sowie die beiden Enkelkinder vor den Kosten, die ein würdevoller Abschied mit sich bringe, hieß es in dem Spendenaufruf. „Diese finanzielle Belastung kann die Familie nicht allein tragen.“ Das ursprüngliche Spendenziel von 8000 Euro wurde zunächst auf 10.000 Euro erhöht. Am Ende spendeten 821 Unterstützer insgesamt 21.509 Euro. Richters Sohn Maxwell betonte gegenüber „T-Online“ (verlinkt auf https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_101439392/ralf-richter-spendenaufruf-wirft-fragen-auf-was-steckt-dahinter-.html) , die Initiative sei weder von ihm noch von anderen Familienmitgliedern ausgegangen. Er habe die Organisatorin inzwischen gebeten, die Sammlung zu beenden. „Mehr brauchen wir nicht. Es soll nicht obszön werden, denn wir beabsichtigen nicht, uns mit dem Geld eine schöne Zeit zu machen“, sagte er. Sollten nach Trauerfeier und Beisetzung Mittel übrig bleiben, sollen diese nach Angaben von Maxwell Richter an Obdachlosenorganisationen gespendet werden. Sein Vater habe sich zu Lebzeiten für Bedürftige engagiert. „Für mich war diese Spendenaktion von Anfang an eine Herzensangelegenheit. Dass daraus innerhalb so kurzer Zeit eine solche Welle der Unterstützung geworden ist, hätte ich niemals erwartet“, teilte die Initiatorin auf GoFundMe mit. Richters Sohn Maxwell Richter bedankte sich bei Instagram für die Anteilnahme und Unterstützung. „Jede Spende, jedes Teilen und jede liebe Nachricht bedeutet uns sehr viel“, schrieb er nach Veröffentlichung des Aufrufs. Ralf Richter war in der Nacht zum Dienstag im Alter von 69 Jahren gestorben. Sein Sohn sagte, der Schauspieler habe an der Lungenkrankheit COPD sowie an einer Herzschwäche gelitten. Wegen seiner gesundheitlichen Probleme sei er bereits vor einigen Monaten in einer Klinik behandelt worden. Richters Management erklärte, der Schauspieler sei zu Hause friedlich eingeschlafen. Bekannt wurde Richter durch seine Rolle im Film „Das Boot“ von Wolfgang Petersen. Kultstatus erreichte er später vor allem als Kalle Grabowski in der Ruhrpott-Komödie „Bang Boom Bang“. Außerdem spielte er in Filmen wie „Was nicht passt, wird passend gemacht“ und „Der Superstau“ sowie in zahlreichen Fernsehproduktionen. Ein Termin für die Beisetzung steht bislang nicht fest. Maxwell Richter äußerte den Wunsch, seinen Vater in Bochum zu bestatten. „Das hätte sich Papa gewünscht“, sagte er.