Welt 18.09.2026
10:06 Uhr

„Ich weiß nicht, was wir oder ich ohne ihn tun sollen“ – Trauer um NBA-Star


Die US-Sportwelt nimmt Abschied. Der ehemalige NBA-Profi Michael Sweetney ist gestorben. Seine Klubs würdigen ihn als außergewöhnlichen Menschen.

„Ich weiß nicht, was wir oder ich ohne ihn tun sollen“ – Trauer um NBA-Star

Der ehemalige NBA-Profi Michael Sweetney ist im Alter von 43 Jahren gestorben. Seine ehemaligen Teams, die New York Knicks und Chicago Bulls, sprachen den Angehörigen in Social-Media-Posts ihr Beileid aus. Sweetney starb im Newark Beth Israel Medical Center. Angaben zur Todesursache wurden nicht gemacht. „Mit schwerem Herzen und tiefer Trauer (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/trauer/) müssen wir den Tod unseres geliebten Michael bekanntgeben“, teilte Sweetneys Ehefrau India in einem Facebook-Beitrag mit. „Mike Sweetney zu kennen, bedeutete Liebe. Niemand liebte ihn mehr, und er liebte niemanden mehr als seine Familie. Seine Kinder waren das Licht seines Lebens, und er lebte jeden Tag dafür, ihnen das bestmögliche Leben zu ermöglichen. Er war 30 Jahre lang mein bester Freund und fast 20 Jahre lang mein Ehemann. Ich weiß nicht, was wir oder ich ohne ihn tun sollen. Er war der beste Sohn, Bruder, Familienangehörige, Freund, Vater und Ehemann, den man sich nur wünschen konnte.“ Seine ehemaligen NBA-Klubs (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/nba/) zollten ihm Tribut. „Die Knicks sind tief betroffen vom Tod von Michael Sweetney. Michael war ein außergewöhnlicher Mensch, der von vielen vermisst werden wird“, teilte der Klub mit. Und die Bulls schrieben: „Unsere Bulls-Familie spricht der Familie und den Freunden des ehemaligen Bulls-Spielers Michael Sweetney ihr tief empfundenes Beileid aus.“ Huldigung für NBA-Profi – „Michael Sweetney war ein sanfter Riese“ Sweetney galt einst als einer der vielversprechendsten Basketballer (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/basketball-wm/) in den USA und war von den Knicks deshalb 2003 an neunter Stelle im Draft ausgewählt worden. Der ganz große Durchbruch blieb ihm aber verwehrt: Letztlich machte er 233 Spiele in der NBA (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/nba/) und verbuchte im Schnitt 6,5 Punkte und 4,5 Rebounds. Sweetney spielte bis 2005 für New York und dann zwei weitere Jahre für die Chicago Bulls (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/chicago-bulls/) . Im Anschluss verließ er die US-Liga. Zu seiner Karriere im Ausland gehörten Stationen in Puerto Rico, Venezuela und Uruguay. 2017 beendete er seine Karriere. Danach arbeitete er als Trainer unter anderem für die Mannschaft der Yeshiva University in New York City und leitete Basketball-Einheiten für Kinder. „Meine Jungs haben an seinen YI-Basketball-Kursen teilgenommen. Er war ein sanfter Riese und so freundlich und geduldig mit den kleinen Kindern“, schrieb eine Mutter auf Facebook über Sweetney. Der 2,03 Meter große Sweetney engagierte sich zudem öffentlich für psychische Gesundheit, nachdem er zu Beginn seiner Karriere über seine eigenen Kämpfe mit Trauer und Depressionen (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/depression/) gesprochen hatte. „Rückblickend hätte ich angesichts meiner psychischen Probleme – ich hatte mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen – natürlich Hilfe suchen und jemanden finden sollen, mit dem ich reden konnte. Ich dachte, ich wäre ein Mann, der das alleine bewältigen könnte, und das ist mir offensichtlich zum Verhängnis geworden“, hatte Sweetney gesagt. „Ich war ein Top-10-Pick und innerhalb von vier Jahren nicht mehr in der Liga. Es war also eine dieser Situationen, die echt beschissen waren, aber ich wünschte, ich hätte mit jemandem gesprochen und gesagt: ‚Hör mal, ich brauche Hilfe. Mir geht es nicht gut.‘“