Am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, sprach um 13:20 Uhr eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Dessau eine Streife der Bundespolizei an. Sie teilte den Beamten mit, dass sich in unverschlossenen Gepäckschließfächern zwei große herrenlose Reisekoffer befanden, deren Inhalt nicht einsehbar war. Da rechtmäßige Eigentümer zunächst nicht ausfindig gemacht werden konnten, erfolgten umfangreiche Räum- und Absperrmaßnahmen. Spezialkräfte der Bundespolizei aus Leipzig wurden angefordert und trafen um 14:03 Uhr am Hauptbahnhof Dessau ein. Nach eingehender Untersuchung gaben die Entschärfer Entwarnung, stuften die Koffer als ungefährlich ein und öffneten sie. Darin befanden sich Gegenstände des täglichen Bedarfs, jedoch keine Hinweise auf mögliche Eigentümer. Um 14:45 Uhr konnten die Absperrmaßnahmen aufgehoben und die Gepäckstücke an eine Bahnmitarbeiterin übergeben werden. Im Rahmen der Übergabe meldeten sich ein 33- und ein 38-Jähriger und gaben an, dass ihnen die Koffer gehören. Die Beamten stellten die Personalien der beiden taiwanischen Staatsangehörigen fest, belehrten sie eindringlich und gaben ihnen das Reisegepäck zurück. Die Bundespolizei wies im Nachgang darauf hin, dass Reisende ihr Gepäck stets im Blick behalten und immer bei sich führen sollen. Neben einem möglichen Gepäckdiebstahl könne es zu einem Polizeieinsatz unter finanzieller Regressnahme kommen. Zu Einschränkungen im Bahnverkehr kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.