Welt 01.08.2026
22:25 Uhr

Drei Tote nach Explosion nahe Luxus-Restaurant in Moskau – Behörden sprechen von Anschlag


Nach der tödlichen Explosion im Zentrum Moskaus haben russische Ermittler ihre ersten Erkenntnisse vorgelegt. Demnach habe eine Frau versucht ein Edel-Restaurant mit einem Sprengsatz zu betreten, wurde aber aufgehalten. Dann sei es zu der Detonation gekommen.

Drei Tote nach Explosion nahe Luxus-Restaurant in Moskau – Behörden sprechen von Anschlag

Bei der Explosion in Moskau, bei der am Samstag mindestens drei Menschen getötet und 21 verletzt wurden, handelte es sich nach Angaben der russischen Behörden um einen Bombenanschlag. Eine Frau habe versucht, mit einem selbstgebauten Sprengsatz ein Edel-Restaurant im Zentrum der Stadt zu betreten, teilte das Anti-Terror-Komitee am Abend mit. Die Frau sei aber von einem Sicherheits-Mitarbeiter aufgehalten worden. Kurz darauf sei die Bombe detoniert. Dabei seien die Frau, der Sicherheits-Mitarbeiter und ⁠ein Gast ​des Restaurants getötet worden. Die Tat ‌ereignete sich demnach um kurz vor 20.00 Uhr Ortszeit beim Restaurant „Balzi Rossi“ am Kudrinkskaya-Platz. Unklar war, ob ein politisches Motiv hinter dem versuchten Anschlag steckt. Ursprünglich war über eine mögliche Gas-Explosion spekuliert worden. Die Behörden nannten weder die Namen der Getöteten oder Verletzten noch machten sie Angaben dazu, wer für die Tat verantwortlich sein könnte. Ursprünglich war über eine mögliche Gas-Explosion spekuliert worden. Auf der Website des Restaurants hieß ​es, ​das Lokal sei am Samstag wegen einer privaten ⁠Veranstaltung geschlossen. In sozialen Medien war sowohl von einer Hochzeitsgesellschaft die Rede wie von der Geburtstagsfeier für einen General der russischen Streitkräfte. Die Behörden äußerten sich dazu zunächst nicht. Die russische Tageszeitung „Kommersant“ zitierte eigene Quellen mit den Worten, die Bombe sei darauf ausgelegt gewesen, Gäste zu verstümmeln und ‌zu töten, die sich ⁠auf der Sommerterrasse des ‌Restaurants vergnügt hätten. ​Es werde vermutet, ⁠dass die Bombe von ​einer anderen Person ferngesteuert gezündet worden sei und dass die Frau, die sie ‌bei ​sich getragen habe, möglicherweise nicht gewusst habe, dass es sich um ‌einen Sprengsatz ‌gehandelt habe. Die umliegenden Straßen wurden nach dem Zwischenfall abgeriegelt, Ermittler und ​Rettungskräfte seien vor Ort. Die russische ⁠Nachrichtenagentur RIA veröffentlichte ein Video von schwer ‌bewaffneten Sicherheitskräften vom Ort des Geschehens. Für die ‌Öffentlichkeit war der Bereich ‌abgesperrt.